Titel: Einfache Methode, um gußeisernen Geräthschaften einen schwarzen und glänzenden Ueberzug zu geben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 9 (S. 153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_9

Einfache Methode, um gußeisernen Geräthschaften einen schwarzen und glänzenden Ueberzug zu geben.

Man bedient sich gegenwärtig in England folgender höchst einfachen Methode, um den häufig gebräuchlichen Geräthschaften und anderen Artikeln aus Gußeisen einen schwarzen, glänzenden Ueberzug zu geben. Man hängt dieselben nämlich an einem Drahte auf, der oben hakenförmig gebogen ist, und bestreicht sie mit einer so dünnen Schichte Leinöhl, daß dasselbe nicht abfließt, und sich nirgendwo in Tropfen oder Unebenheiten ansammelt. Dann hängt man sie 8 bis 10 Zoll hoch über einem mit Holz angemachtem Feuer auf, so daß sie ganz in Rauch gehüllt sind, und wenn sie auf diese Weise eine Stunde lang einem lebhaften Feuer ausgesezt gewesen, so senkt man sie so weit herab, daß sie den glühenden Kohlen sehr nahe kommen, ohne dieselben jedoch zu berühren. Nach 15 Minuten entfernt man dann die Gegenstände, und taucht sie unmittelbar in kalten Terpenthingeist. Sollten die Gegenstände nach dieser lezteren Operation nicht schwarz genug seyn, oder nicht Glanz genug besizen, so bringt man dieselben neuerdings einige Minuten lang über die glühenden Kohlen, und taucht sie noch ein Mal in Terpenthingeist unter. Dieses Verfahren, welches je nach der Natur der Gegenstände verschieden modificirt werden kann, läßt wegen seiner Einfachheit eine sehr allgemeine Anwendung zu. Gegenstände, die auf diese Weise behandelt wurden, widerstehen nicht nur den Einwirkungen der Luft und der Oxydation sehr gut, sondern sie werden auch von schwachen Säuren nicht angegriffen. Ebenderselbe Ueberzug läßt sich auch auf Schmiedeeisen anwenden; doch fixirt er sich auf diesem nicht so gut, als auf dem Gußeisen, so daß man seiner Wirkung in diesem Falle nicht so ganz sicher ist. (Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Januar 1834, S. 60.)

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