Titel: Zu J. O. N. Rutter's neuer Heizmethode.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXII./Miszelle 11 (S. 314–315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051072_11
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Zu J. O. N. Rutter's neuer Heizmethode.

Gegen die neue Rutter'sche Methode mit Steinkohlentheer und Wasser zu heizen, über welche wir im Polyt. Journal Bd. L. S. 174 und S. 253 Mehreres bekannt gemacht haben, haben sich im Mechanics' Magazine mehrere Stimmen vernehmen lassen, von denen die eine die Möglichkeit bezweifelt, Wasser mit Erfolg auf eine ökonomische Weise zersezen zu können; während die andere, angeblich von einem alten Gasmacher herrührende erklärt, daß es den angenommenen Grundsäzen widerstreitet, wenn Hr. Rutter behauptet, er habe aus einem Chaldron Newcastler-Steinkohlen 17,100 Kubikfuß Gas von 0,550 specifischem Gewichte erzeugt. Auf diese Einwendungen erklärt nun Hr Rutter im Mechanics' Magazine, No. 539, S. 173, daß er dermalen nicht in eine theoretische Widerlegung seiner Gegner eingehen könne; daß er aber durch Documente beweisen könne, daß er in der Mitte November 1833 aus 81 Bushels Newcastler Steinkohle (den Bushel zu 80 Pfd.) 40,590 Kubikfuß gereinigtes Gas, welches im Durchschnitte ein specifisches Gewicht von 0,535 hatte, erzeugte, so daß also auf den Bushel 18,036 Kubikfuß Gas kamen. Er behauptet ferner, daß er selbst hiermit noch keineswegs das Maximum des Productes an Gas aus einer bestimmten Quantität Steinkohlen erreicht habe, indem er überzeugt ist, daß man aus einem Chaldron noch um 4 bis 5000 Fuß mehr Gas gewinnen könne, als die angegebenen 18,000 Kubikfuß. Auf welche Weise dieß jedoch mit Vortheil geschehen könne, ist er bisher noch nicht im Stande anzugeben. Welche Vorzüge seine Erfindung gewährt, erhellt seiner Meinung nach am besten daraus, daß er im November 1832 zur Erzeugung von 46,580 Kubikfuß Gas 136 Bushels Steinkohlen verbrauchte, während er im November 1833 schon aus 92 1/2 Bushels dieselbe Quantität erzeugte.

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