Titel: Jocelyn's Patentmethode die Verfälschungen von Wechseln, Bankscheinen etc. zu verhüten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXII./Miszelle 13 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051072_13

Jocelyn's Patentmethode die Verfälschungen von Wechseln, Bankscheinen etc. zu verhüten.

Das London Journal of Arts Vol. IX., Supplement S. 176 sagt von der Methode zur Verhütung von Verfälschungen der Wechsel, Bankscheine, Verschreibungen u. dergl., auf welche Nathaniel Jocelyn aus Nordamerika, nach mehreren von Fremden geschehenen Mittheilungen, und angeblich nach eigenem langen Studium, am 3. August 1829 ein Patent nahm, daß es nach wiederholter und aufmerksamer Durchlesung der Patenterklärung nicht abnehmen könne, was der Patentträger denn eigentlich will. Alles, was der Herausgeber dieses Journales, Hr. Newton, daraus abnehmen konnte, ist Folgendes. Hr. Jocelyn will, daß die Bankiers ihre blanken Wechsel, bevor sie sie an ihre Geschäftsfreunde abgeben, mit einem Privatzeichen versehen sollen, welches bloß dem Bankier und dem Trassanten bekannt seyn darf, und welches überdieß nach verschiedenen Summen verschieden seyn könnte. Wenn daher auf einen auf diese Weise bezeichneten Wechsel eine andere Summe als die mit dem Zeichen übereinstimmende geschrieben würde, so wäre der Betrug augenbliklich entdekt. Der Patentträger schlägt noch mehrere Methoden vor, die aber eben so absurd sind, als die eben angegebene, und unter denen sich auch manche uralte befinden, wie z.B. das Abschneiden der Wechsel, Bankscheine etc. von Zeichen, die zum Theil in den Händen des Ausstellers zurükbleiben, und welche, wie die abgeschnittenen Ränder der Reisepasse, bei Vermuthung einer Verfälschung, mit dem ergänzenden Theile verglichen werden können. Aus diesen Vorschlägen allein mögen unsere Leser schon hinreichend ersehen, daß uns Hr. Jocelyn eben nichts Neues aus Amerika gebracht hat.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: