Titel: Ueber den Weinbau im Staate Alabama in Nordamerika.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXII./Miszelle 17 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051072_17

Ueber den Weinbau im Staate Alabama in Nordamerika.

Die französischen Colonisten, die sich in der Grafschaft Marengo im Staate Alabama niederließen, und welche gemeinschaftlich mit dem berühmten Generale Lefévre-Desnouettes die kleine Stadt Demopolis gründeten, haben sich große Mühe gegeben daselbst den Weinbau einzuführen. Sie versuchten anfänglich die in Amerika einheimischen Rebenarten durch Cultur zu veredeln, konnten aber auf diese Weise keinen auch nur etwas guten Wein, sondern höchstens genießbare Trauben erzielen. Sie ließen hierauf von den besten Rebensorten Frankreichs kommen, und behandelten diese kunstgemäß; das Resultat war in den ersten 2–3 Jahren so günstig, daß man sich große Versprechungen von dem Weinbau machte; allein schon einige Jahre darauf waren die Reben so ausgeartet, daß man nur mehr schlechten, und nicht haltbaren, bald sauer werdenden Wein erhielt, und daß die Trauben nur mehr für den Tisch geeignet waren. Im Jahre 1821 er hielt Lefévre durch seinen Freund Dr. Vial aus Madera einige Reben, die er und besonders Hr. Roudet eifrig zu verbreiten bemüht waren. Diese Reben hielten sich nun bisher am besten, und liefern sowohl der Qualität, als der Quantität nach schäzenswerthen Wein, ob sie mit der Zeit nicht gleichfalls entarten, wirk die Erfahrung lehren. Man sollte, wie wir glauben, versuchen, die fremden Reben auf die in Amerika einheimischen zu pfropfen. (Aus dem Recueil industriel. October 1833, S. 78.)

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