Titel: Harrison's und Curti's Verbesserungen im Beglasen von Glashäusern und anderen Gebäuden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXII./Miszelle 18 (S. 317–318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051072_18

Harrison's und Curti's Verbesserungen im Beglasen von Glashäusern und anderen Gebäuden.

Die Verbesserungen im Beglasen von Glashäusern und anderen Gebäuden, so wie an den Stangen und Sparren der Schiebfenster, auf welche sich Joseph |318| Harrison, Gärtner, und Richard Gill Curtis, Glaser, von Wortley Hall Grafschaft York, am 6. Oktober 1830 ein Patent geben ließen, bestehen in einer angeblich neuen Methode die Glastafeln so in den Schiebfenstern eines Glashauses oder irgend eines anderen Gebäudes fest zu machen, daß dieselben eine vollkommen ebene Fläche darbieten. Nach dieser Methode sollen in den Fensterrahmen lange hölzerne Leisten, die an ihren oberen Rändern flach gemacht sind, befestigt, und die Glastafeln so auf diese Leisten gelegt werden, daß deren Ränder einander so genau als möglich berühren. Als Lager, auf welchem die Glastafeln an den Seiten ruhen sollen, wird Glaserkitt oder irgend ein anderer ähnlicher Kitt angebracht, und eben dieser Kitt soll auch zum Ausfüllen der kleinen zwischen den Gefügen der Glastafeln befindlichen Räume verwendet werden. Die Glastafeln sollen nur sehr wenig und nur um so viel über einander liegen, daß der Regen nicht durch dieselben eindringen kann. Wenn die Ränder der Glasplatten abgeschnitten sind, so werden diese Platten durch kleine Schrauben, welche in das Holz eingeschraubt werden, festgehalten; damit jedoch die Köpfe dieser Schrauben nicht zu sehr auf das Glas drüken, müssen Lederchen oder Halsringe unter diese Köpfe gelegt werden. Worin die Verbesserungen an den Stangen und Sparren der Schiebfenster bestehen, geht aus der Patenterklärung nicht hervor. – Wir halten, so wie das London Journal, Januar 1834, S. 299, die Methode der Patentträger nicht nur für keine Verbesserung, sondern eher für eine Verschlechterung der vielen Beglasungsmethoden, die wir bereits besizen. Die Fenster mögen zwar auf diese Weise sehr leicht werden; gewiß leidet aber auch deren Dauerhaftigkeit sehr, und gewiß dürften sie auch weniger Schuz gegen Kälte, Stürme und Regen gewahren.

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