Titel: John Hancock's Vorschlag versunkene Schiffe und dergl. emporzuschaffen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXII./Miszelle 2 (S. 311–312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051072_2

John Hancock's Vorschlag versunkene Schiffe und dergl. emporzuschaffen.

Hr. John Hancock, M. D., machte im Mechanics' Magazine, No. 539, kurzlich eine angeblich neue Methode bekannt, versunkene Schiffe und andere versunkene Körper aus der Tiefe des Wassers emporzuschaffen, welche jedoch weder in ihrem Principe neu, noch in ihrer Ausführung sehr gelungen zu seyn scheint. Er meint nämlich, daß man große mit Salzwasser gefüllte, und durch andere Substanzen gehörig beschwerte Fässer versenken, und durch Taue mit dem untergesunkenen Gegenstande verbinden soll. Wenn dieß geschehen, soll ein Taucher die Zapfen aus diesen Fässern ausziehen, und dafür die Enden von Röhren in die Zapfenlöcher eintreiben, durch welche Röhren dann so viel Luft eingepumpt werden müßte, als nöthig ist, um das Wasser in den Fässern aus der Stelle zu treiben. Die auf diese Weise mit Luft gefüllten Fässer würden, in gehöriger Menge angebracht, hinreichen, um den versunkenen Gegenstand nach dem bekannten Principe, daß jeder Körper schwimmt, dessen Gewicht geringer ist als das Gewicht der Wassermasse, die er aus der Stelle treibt, an die Oberfläche des Wassers emporzubringen. Da Hr. Hancock dem Einwurfe begegnen mußte, daß das Eintreiben von Luft bei großen Tiefen mit großer Schwierigkeit verbunden seyn würde, so schlug er vor, die Fässer in der Tiefe mit Wasserstoffgas, welches aus Schwefelsäure und Zink entwikelt würde, oder mit kohlensaurem Gase, welches mit Salzsäure aus kohlensaurem Kalke entbunden werden könnte, |312| zu füllen! Er will zu diesem Behufe an den Fässern eine zur Entwikelung dieser Gase dienende Retorte angebracht wissen, und die Fässer selbst mit einer Sicherheitsklappe ausstatten, damit sie nicht zerspringen können. Alle seine Vorschläge wurden bisher noch nicht durch Versuche erprobt; leere Fässer retteten aber schon manches Schiff vor dem Untersinken.

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