Titel: Mallet's verbesserter Schubkarren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXII./Miszelle 9 (S. 314)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051072_9

Mallet's verbesserter Schubkarren.

Der sogenannte verbesserte Schubkarren, auf welchem sich William Mallet, Eisenfabrikant von Marlborough-Street, Dublin, am 5. August 1830 ein Patent ertheilen ließ, ist nach dem London Journal of Arts, Januar 1834, S. 297 nichts weiter als ein eiserner Schubkarren, dergleichen man in England schon seit längerer Zeit hat. Die Beschreibung, die der Patentträger von seiner Erfindung gibt, besteht im Wesentlichen aus Folgendem. Er schneidet zuerst Stüke Eisenblech von gehöriger Form und Größe aus, und bildet dann aus diesen, indem er ihre Ränder aufbiegt, und durch Nieten und Schrauben mit einander vereinigt, den Boden und die Seitenwände des Schubkarrens. Den auf diese Weise gebildeten Körper befestigt er dann in einem Gestelle aus Eisenstäben, deren Ränder rinnenförmig aufgehoben sind, so daß sie in Hinsicht auf ihre Dike einen bedeutenden Grad von Stärke besizen. In diesem Gestelle ist vorne das Rad angebracht; nach Rükwärts ist dasselbe aber verlängert, damit die hölzernen Griffe, mit denen der Schubkarren gefahren wird, daran befestigt werden können. Der Körper des Schubkarrens kann je nach den Zweken, zu denen er bestimmt ist, sehr verschiedene Formen haben; für Bergleute, Straßenarbeiter, Ziegelmacher u. dergl. kann er z.B. breit und seicht seyn, während sich für Gärtner etc. ein tieferer Karren weit besser eignen dürfte. Der Patentträger bemerkt endlich nur noch, daß in dem Boden des Körpers einige Löcher angebracht werden sollen, damit das Wasser, welches allenfalls in den Schubkarren gelangt, nicht darin stehen bliebe, und das Eisen schnell rosten macht. Nach dieser Beschreibung können auch wir an der ganzen Vorrichtung nichts Neues entdeken; wir theilten dieselbe nur mit, weil die Benuzung des Eisenbleches zu diesem Zweke in vielen Gegenden noch nicht bekannt zu seyn scheint.

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