Titel: Neues Verfahren künstliche Magnete zu verfertigen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXXVII./Miszelle 7 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051087_7

Neues Verfahren künstliche Magnete zu verfertigen.

Hr. Aimé theilte der Akademie der Wissenschaften zu Paris ein neues Verfahren mit, künstliche Magnete zu verfertigen. Er verschaffte sich eine galvanische Säule von 12 Plattenpaaren, wovon jedes einen halben Quadratfuß Oberfläche hatte und ein Hufeisen (aus weichem Eisen), das mit 15 Fuß Messingdraht, der mit Seide umzogen war, umwikelt wurde. Nun machte er eine Stahlstange von 7 Zoll Länge rothglühend, und nachdem er die Enden des Messingdrahtes mit den Polen der Säule in Berührung gebracht hatte, legte er die beiden Enden des Hufeisens auf das rothglühende Stahlstük, das er in diesem Zustande in kaltes Wasser tauchte. Nachdem diese Stange erkaltet war, konnte sie 760 Gramme tragen. Bedenkt man, daß dem Magnete aus weichem Eisen durch Verlängerung des Messingdrahtes eine fast drei Mal so große Kraft hätte ertheilt werden können, und daß auch eine viel stärkere galvanische Säule als hier angewandt wurde, gebraucht werden könnte, so wird man nicht mehr zweifeln, daß sich nach diesem Verfahren künstliche Magnete verfertigen lassen, die ihr 12 bis 15faches Gewicht zu tragen im Stande sind. (Le Temps, No. 1592.)

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