Titel: Ueber die Verbrennung des Eisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LXXXVII./Miszelle 8 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051087_8

Ueber die Verbrennung des Eisens.

Hr. Darcet hat folgenden unlängst in England angestellten Versuch öfters mit Erfolg wiederholt. Eine zum Weißglühen erhizte Eisenstange wird vor den Wind eines starken Schmiedeblasebalgs gebracht; man bemerkt dann, daß ihre Temperatur, an Statt zu fallen, eher steigt und das Eisen verbrennt, indem es nach allen Seiten glänzende Funken ausschleudert, gerade so wie wenn man es in reines Sauerstoffgas taucht. Das gebildete Oxyd schmilzt leicht, daher das Eisen beständig entblößt, mit Lebhaftigkeit zu brennen, fortfährt. Hr. Darcet fand dieses Oxyd sehr stark magnetisch. Um diese Operation einfacher zu machen, so daß man sie in den Vorlesungen über Chemie leichter wiederholen kann, nahm Hr. Darcet eine Eisenstange von 1 Decimeter Länge auf 42 Millimeter Durchmesser, ließ in einem Ende derselben eine Oeffnung machen, in welcher ein Eisendraht von anderthalb Decimeter Länge befestigt wurde, und band um das andere Ende einen Strik. Er machte dann die Eisenstange weißglühend und drehte, indem er das Ende des Strikes festhielt, das Ganze sehr schnell um, so wie man eine Schleuder dreht; das entstandene Oxyd wurde weit weggeschleudert und brannte in der Luft, eine künstliche Sonne bildend. Man kann durch diesen schönen Versuch in den chemischen Vorlesungen darthun, daß das Eisen, gerade so wie das Zinn, Antimon und Wismuth, in der Luft leicht verbrennt, (Le Temps, No. 1592.)

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