Titel: Ueber die Anwendung von schwefelsaurem Blei statt Bleiweiß zum Anstreichen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. CV./Miszelle 5 (S. 462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051105_5

Ueber die Anwendung von schwefelsaurem Blei statt Bleiweiß zum Anstreichen.

Das schwefelsaure Blei, welches man hier und da in Fabriken in bedeutender Menge erhält, und welches sich manchmal nicht gehörig verwerthen läßt, läßt sich, wie das Journal des connaissances usuelles, Februar 1834, S. 102 bemerkt, sehr gut auf folgende Weise statt des Bleiweißes zur Bereitung einer Farbe zum Anstreichen verwenden. Man soll das schwefelsaure Blei zuerst mit siedendem, und hierauf mehrere Male mit kaltem Wasser auswaschen; hierauf soll man dasselbe zu Boden sezen lassen, um es dann, nachdem das Wasser abgegossen worden, zu troknen. Man erhält auf diese Weise eine sehr leicht zerreibliche, weiße Masse, die sich gut mit Oehl abreiben läßt, und der man, nachdem sie mit Oehl abgerieben worden, auf 50 Kilogr. einen Kilogr. gleichfalls mit Oehl abgeriebene Bleiglatte oder eine gleiche Menge Zinkvitriol zusezt. Der nach diesem Verfahren bereitete Anstrich steht weder an Weiße, noch in seinen übrigen Eigenschaften dem mit Bleiweiß, d.h. mit kohlensaurem Blei, bereiteten Anstriche nach, und dürfte in vielen Fallen um Vieles wohlfeiler zu stehen kommen, als dieser leztere. – Wir geben diese Vorschrift durchaus nicht als neu, sondern bloß um manche unserer Leser auf eine ihnen vielleicht entgangene Benuzung des schwefelsauren Bleies aufmerksam zu machen.

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