Titel: Ueber die Bereitung der Wallrathkerzen des Hrn. Debitte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. CV./Miszelle 8 (S. 463)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051105_8

Ueber die Bereitung der Wallrathkerzen des Hrn. Debitte.

Die Debitte'schen Wallrathkerzen, welche sich sowohl in Frankreich, als auch im Auslande einen nicht unbedeutenden Absaz erworben haben, werden dem eben abgelaufenen Patente des Erfinders, Hrn. Debitte, gemäß auf folgende Weise bereitet. Man nimmt, um 100 Pfund Kerzen zu erhalten, 50 Pfd. Wallrath, 5 Pfd. gereinigtes Ziegenfett und 5 Pfd. Wachs, schmilzt diese Ingredienzien einzeln in verschlossenen Kesseln im Marienbade, und sezt dann jeder derselben auf 100 Pfunde eine Unze Weinsteinrahm und eine gleiche Quantität reinen Alaun zu. Dann läßt man diese drei Compositionen in einem eigenen Gefäße sich sezen, worauf man sie klar abzieht. Will man sich nun dieser Composition zur Kerzenfabrikation bedienen, so vermengt man in einem Kessel im Marienbade 90 Pfde. von jener Masse, deren Basis aus Wallrath besteht, 5 Pfde. von jener, in welcher das gereinigte Ziegenfett enthalten ist, und eben so viel von jener, deren Grundlage aus Wachs besteht. Wenn diese 100 Pfunde gut mit einander vermengt worden, sezt man denselben noch eine Unze Weinsteinrahm und eine Unze reinen Alaun zu, und rührt die Masse gut unter einander. Dann erhizt man sie bis auf 80° R., worauf man sie ruhig stehen läßt, bis ihre Temperatur wieder auf 60° R. herabgesunken, hierauf zieht man das Gemisch klar in Töpfe, aus denen man es endlich in die zu diesem Behufe zubereiteten zinnernen Model gießt. Man erhält auf diese Weise Kerzen, die ein weit helleres Licht geben, als die gewöhnlichen Wachskerzen, welche eine ziemlich bedeutende Hize vertragen, und länger brennen, als die schönste Wachskerze. (Aus dem Journal des connaissances usuelles. Februar 1834, S. 102.)

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