Titel: Ueber einige orientalische Längenmaße.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 52, Nr. XVIII./Miszelle 9 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj052/mi052018_9
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Ueber einige orientalische Längenmaße.

Das Mechanics' Magazine No. 543 enthält folgende Tabelle der sanskritischen Längenmaße, welche von den Brahminen seit undenklichen Zeiten angenommen sind, und welche ihm von einem seiner ostindischen Correspondenten, Hrn. Bergein zu Cotacamund an den bekannten Neilgherry Bergen, mitgetheilt wurden.

3 Jo (Gerstenkörner) geben 1 Yewo, welcher dem ersten Gliede des Zeigefingers, d.h. einem Zoll gleich ist.
6 Yewo11) 1 Mooth = einer Faust.
6 Mooth11) 1 Hath = einem Arme oder 1 1/2 Fuß.
4 Hath 1 D'Hunnoo = den ausgebreiteten Armen, d.h. 2 Yards.
2000 D'Hunnoo 1 Coss = 2 1/3 engl. Meile.
4 Coss 1 Yeojun
100 Yeojun. 1 Desh.
100 Desh 1 Mundul.
100 Mundullum 1 Kund.
9 Kund 1 Boogul = der Oberfläche der Erde.

Außerdem sind auch noch zwei Arten von Gug oder Guj gebräuchlich; das eine, dessen sich die Schneider bedienen, und nach welchem die Eingebornen ihre einheimischen Zeuge verkaufen, ist 2 Fuß 3 Zoll lang, das andere, bei den Zimmerleuten gebräuchliche, ist ein englischer 2 Fußmaßstab. Die englischen Zeuge werden nach dem Yard verkauft. Der brahmin'sche Coss ist nicht überall 4000 Yards lang; denn in Kuttywar beträgt seine Länge nicht über 1 Meile, in Guzerat 1 1/1 Meilen, in Cutch und einigen Theilen von Deccan 2 Meilen, in Mysore 3, und in der Nachbarschaft von Bujapoor und Kalludgher 4 bis 5 Meilen. – Die Aehnlichkeit, die zwischen den kleineren sanskritischen Längenmaßen und einigen unserer europäischen Maße Statt findet, wird gewiß Jedermann auffallen, so wie die Mannigfaltigkeit der größeren Masse den Reichthum der sanskritischen Sprache an Begriffen und Worten beurkundet.

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Der gelehrte Brahmine, dem wir diese Tabelle verdanken, scheint hier offenbar einen Irrthum begangen zu haben, indem es wahrscheinlich an der einen oder an der anderen Stelle 3 statt 6 heißen muß. A. d. O.

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Der gelehrte Brahmine, dem wir diese Tabelle verdanken, scheint hier offenbar einen Irrthum begangen zu haben, indem es wahrscheinlich an der einen oder an der anderen Stelle 3 statt 6 heißen muß. A. d. O.

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