Titel: Ueber eine Composition zum Entfetten der Wolle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 52, Nr. XXXI./Miszelle 17 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj052/mi052031_17
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Ueber eine Composition zum Entfetten der Wolle.

Hr. Clapp, Direktor einer Wollspinnerei zu Pontooserih in Massachusetts, schreibt, daß man sich in Nord-Amerika, wo es oft sehr schwer hält. sich den Wein zu verschaffen, der nach der älteren Methode zum Entfetten der Wolle nöthig ist, seit einigen Jahren mit großem Vortheile folgender, angeblich in Amerika erfundenen Composition bedient. Man rührt 1 Pfund Vitriolöhl gut mit 1/4 Pfund Olivenöhl ab, und läßt es dann 24 Stunden ruhig stehen. Hierauf löst man 5 Pfund Potasche in 5 Pinten siedenden Wassers auf, und sezt diesem, wenn es bis zur Blutwärme abgekühlt ist, eine halbe Pinte der eben genannten Composition zu. – Es ereignet sich sowohl bei der Anwendung dieser Methode, als bei der Befolgung des älteren Verfahrens zuweilen, daß eine frisch bereitete Flüssigkeit nicht immer nach Wunsch entfettet. In diesem Falle muß die Wärme derselben dann je nach Umständen erhöht oder vermindert werden; auch muß man die Lauge zuweilen stärker oder schwächer machen. Uebrigens erfordert das neue Verfahren denselben Temperaturgrad, wie das alte, auch muß man jeden Morgen vor dem Ansteken des Feuers den Schaum so gut als möglich abnehmen. Bei Beobachtung der gehörigen Vorsicht wird man finden, daß man auf diese Weise ganz dieselben Resultate erlangt, wie nach der alten Methode, und daß die Wolle sehr schön weiß, vollkommen weich und mild und alles Fettes beraubt wird. (Recueil de la Société polytechnique. Februar 1834, S. 114.)

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