Titel: Ueber polyzonale Linsen für Leuchttürme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 52, Nr. XXXI./Miszelle 3 (S. 152–153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj052/mi052031_3
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Ueber polyzonale Linsen für Leuchttürme.

In einer der lezten Sizungen der Royal Society zu Edinburgh wurden drei ausgezeichnete polyzonale Linsen vorgelegt, von denen die eine zu Paris, die andere zu London und die dritte zu Newcastle verfertigt worden war. Der Durchmesser der äußeren Zone der ersten und lezten dieser Linsen betrug 2 Fuß 6 Zoll, jener des Londoner Instrumentes hingegen 5 Fuß. Ihre Brennweite beträgt beiläufig 3 Fuß. Man brachte auf den Wunsch des Hrn. Robison eine einfache Argand'sche Lampe in die Brennweite einer der Linsen, erhielt aber auf diese Weise nur eine schwache Wirkung, indem dieses Instrument ein sehr kräftiges Acht erfordert. Läßt man die Sonne darauf einwirken, so schmelzen Stükchen Kupfer und andere Metalle, die man in den Brennpunkt bringt, beinahe augenbliklich. – Der berühmte Büffon war der erste, der vor beinahe einem Jahrhunderte die Idee zu einem polyzonalen Brennglase gab; allein man wußte solche Brennglaser sowohl in England als in Frankreich bisher nur aus mehreren Stüken zu verfertigen. Die HH. Corkson, Glasfabrikanten zu Newcastle, haben endlich alle Schwierigkeiten überwunden, und eine polyzonale Linse von dem angegebenen Durchmesser, welche bloß aus einem einzigen Stüke stark polirten Glases besteht, geliefert! – Man wird die drei oben erwähnten Linsen nun auf den Leuchtthurm zu Gullanehill bringen, und daselbst Versuche mit ihnen und dem von Lieuten. Drummond erfundenen Lichte anstellen. (Mechanics' Magazine, No. 551.)

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