Titel: Gelbfärben mit. dem haarigen Blätterschwamme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 52, Nr. XLVII./Miszelle 13 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj052/mi052047_13

Gelbfärben mit. dem haarigen Blätterschwamme.

Der haarige Blätterschwamm (Boletus hirsutus), der nicht selten auf Ruß- und Aepfelbäumen wächst, enthält, was vielleicht noch wenigen Färbern bekannt ist, einen Farbestoff, mit welchem sich sehr schön und sehr haltbar gelb färben läßt. Man zerstößt, um damit zu färben, die Schwämme in einem Mörser, und kocht den Brei eine Viertelstunde lang mit Wasser. Eine Unze Schwammmasse reicht hin, um 6 Pfd. Wasser gehörig zu färben. Die Zeuge werden dann in dem durchgeseihten Farbbade durchgenommen und eine Viertelstunde lang gekocht. Alle Zeuge nehmen die Farbe an; auf Seide ist sie jedoch schöner und glänzender, als auf Baumwolle und Leinen. Die Farbe kann durch verschiedene Beizen mannigfaltig modificirt werden; Seide, welche nach dem angegebenen Verfahren gefärbt worden, wird, wenn man sie in schwarzer Seife durchnimmt, herrlich goldgelb. Der gelbe Färbestoff, der sich aus diesem Schwamme ausziehen läßt, kann auch zum Malen mit Wasser- oder Oehlfarben verwendet werden; auch gibt sie mit schwefelsaurer Thonerde einen schönen Lak. (Journal des connaissances usuelles. April 1834, S. 205.)

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