Titel: Eine angeblich neue Eigenschaft des Phosphors.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 52, Nr. XLVII./Miszelle 8 (S. 235–236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj052/mi052047_8
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Eine angeblich neue Eigenschaft des Phosphors.

Wenn man ein sorgfältig getroknetes Stük Phosphor von beiläufig 1/10 Zoll Dike, sagt Hr. Rutter im Mechanics' Magazine No. 554, in einen Löffel gibt, dessen Temperatur nicht unter 75 oder 80° F. beträgt, und wenn man denselben in diesem Löffel in eine mit Sauerstoffgas gefüllte Flasche bringt, so kommt der Phosphor am Rande in Fluß, und dann zum Sieden, bis er sich endlich entzündet. Er hat diesen Versuch mit verschiedenen Modificationen mehrere Male, und jedes Mal mit gleichem Erfolge wiederholt; mißlingt derselbe, so ist dieß lediglich einem Fehler in der Temperatur des Löffels, welche den bisherigen Beobachtungen gemäß nicht unter 75° F. betragen darf, zuzuschreiben. Der Phosphor muß von Zeit zu Zeit in der Flasche bewegt werden, denn dadurch wird die phosphorsaure Atmosphäre, die sich sonst um den Phosphor herum bildet, und welche die Entzündung desselben hindert, zerstreut. Der Löffel kann in der Hand erwärmt werden. Die Temperatur des Phosphors, dessen sich Hr. Rutter bediente, wechselte von 50 bis zu 75° F.; jene des Sauerstoffgases, das auf gewöhnliche Weise aus Mangansuperoxyd erzeugt worden, so wie jene des Zimmers betrug 50° F.

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