Titel: Ueber die ostindischen Sägen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 52, Nr. LXXXVII./Miszelle 6 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj052/mi052087_6

Ueber die ostindischen Sägen.

Die Sägen, deren sich die Arbeiter in Ostindien bedienen, unterscheiden sich, wie Hr. John Robison im Mechanics' Magazine Nro. 555 sagt, von den europäischen hauptsächlich dadurch, daß sie beim Zurükziehen und, nicht beim Vorwärtsstoßen schneiden. Die nothwendige Folge hievon ist, daß die Sägeblätter viel dünner seyn können, und daß sie sich dessen ungeachtet nie biegen oder stemmen, wie dieß bei unseren Sägen häufig geschieht. Die gewöhnliche indische Handsäge ist 14–18 Zoll lang, und hat einen Griff, wie ihn unsere Pistolen haben. Würde man bei uns die Sägen nach demselben Principe verfertigen, so würde man bei einiger Uebung leichter sagen, und die Sägen selbst, besonders die kleineren, würden bei Weitem nicht so oft brechen. Besonders zwekmäßig schiene es uns, dieses Princip auf die Baumsägen anzuwenden; denn man könnte mit solchen, an langen Stangen angebrachten Sägen leicht jeden beliebigen Ast absägen, ohne daß man der so beschwerlichen und gefährlichen Leitern dabei bedürfte.

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