Titel: Blausäure und Strychnin zum Vergiften der Wallfisch-Harpunen angewendet.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. XIV./Miszelle 5 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053014_5
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Blausäure und Strychnin zum Vergiften der Wallfisch-Harpunen angewendet.

Ein Hr. John Lewthwaite von Rotherhithe hatte den Vorschlag gemacht, die Harpunen, deren man sich beim Wallfischfange zu bedienen pflegt, mit Blausäure zu vergiften, um auf diese Weise theils die Leiden dieser Thiere abzukürzen, theils manchen Unglüksfällen vorzubeugen. Capitän Kendrew nahm mehrere solche vergiftete Harpunen auf den Wallfischfang in der Südsee mit, und stellte einige Versuche damit an. Die Wallfische wurden jedoch durch diese Harpunen nicht getödtet, sondern nur für einige Minuten gelahmt. Capitän Kendrew schreibt dieß der geringen Menge der angewendeten Blausäure zu; wahrscheinlicher dürfte jedoch dieses bekanntlich sehr leicht zersezbare Gift auf, der langen Reise durch die Tropenländer eine Zersezung erlitten haben, und in deren Folge weniger wirksam geworden seyn. Hr. Tegetmeir empfiehlt daher im Mechanics' Magazine No. 559, die Harpunen mit einer Auflösung von Strychnin in Weingeist zu vergiften, da diese bei einer beinahe gleichen Wirksamkeit weit weniger zersezbar ist.

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