Titel: Bemerkungen über den russischen Juften.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. XXVIII./Miszelle 11 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053028_11

Bemerkungen über den russischen Juften.

Ein in Rußland wohnender Correspondent des Mechanics' Magazine theilt in einem Schreiben an den Herausgeber einige Bemerkungen über den russischen Juften mit, aus welchem hervorgeht, daß der Juften in Rußland nicht mit Birkenrinde gegerbt, und eben so wenig nach dem Gerben mit Birkentheer behandelt wird, sondern daß die russischen Gerber beinahe durchaus Weidenrinde anwenden. Das ganze Verfahren konnte er mehrjähriger Forschung ungeachtet nicht herausbringen, indem die russischen Gerber äußerst geheim damit thun; doch glaubt er so viel behaupten zu können, daß der eigenthümliche Geruch davon herrühre, daß die Haute einer sehr langen Behandlung unterliegen, bevor sie in die Lohe gebracht werden. Das Leder erhält den Juftengeruch nämlich immer erst nach einer zweijährigen Bearbeitung. Die niedere Classe in Rußland verfertigt ihre Stiefel aus einer Lederart, welche unter dem Namen Chorney Werostock bekannt ist, und welche durch eine eigene Composition, zu der eine Art von Theer oder Harz genommen wird, wasserdicht gemacht wird. Man darf übrigens überzeugt seyn, schließt der Correspondent, daß zur Bereitung des Juftens keine Composition dieser Art angewendet wird.

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