Titel: Angabe einer Lampe zum Fischfang.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. XLI./Miszelle 19 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053041_19
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Angabe einer Lampe zum Fischfang.

Es ist eine bekannte Sache, daß die Fische großen Theils nicht nur nicht lichtscheu sind, sondern daß man sich zum Anloken gewisser Fischarten statt des Köders Pech- und anderer Fakeln bedient, die man bei Nacht anzündet und in die Nähe der Wasserfläche bringt. Eben so bekannt ist aber auch, daß es nirgendwo auf der Welt so erpichte Fischer gibt, als in England; ja selbst der unsterbliche Davy war einer der eifrigsten Angler. Man wird sich daher nicht wundern, wenn man im Mechanics' Magazine, No. 561 zwei Vorschläge zu Lampen findet, die statt der Fakeln beim Fischfange verwendet werden sollen. Wir begnügen uns damit unseren Lesern den einfacheren, besseren und angeblich bereits bewährten dieser Vorschlage kund zu geben. Die Vorrichtung, welche ein Paar Fuß unter Wasser brennen soll, besteht nämlich aus einer starken Glaskugel, in welcher sich die Lampe befindet, und von der aus zwei gläserne Röhren gerade emporsteigen. Die eine dieser Röhren ist 10 Fuß lang, und durch sie entweicht die durch das Brennen der Lampe verdorbene Luft; die andere hingegen, welche erstere in ihrer ganzen Länge umgibt, ist nur 8 Fuß lang. Durch diese leztere tritt die Luft ein, die zum Unterhalten des Brennens der Lampe nöthig ist; sie steht daher auch unten mit der Glaskugel, in der sich die Lampe befindet, in Verbindung, so zwar, daß die Luft von Unten auf in den Brenner gelangt. Damit die Lampe in beliebige Tiefe eingesenkt werden kann, braucht man um die Röhren herum nur einen verschiebbaren Schwimmer aus Kork anzulegen. Wir glauben, daß diese kurze Beschreibung genügen wird, um Jedermann, der beim Lichte fischen will, mit dieser Vorrichtung bekannt zu machen.

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