Titel: Einiges über die Leistungen der englischen Münze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LII./Miszelle 4 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053052_4

Einiges über die Leistungen der englischen Münze.

Hr. W. Wyon Esq., Hauptgraveur an der königl. Münze zu London, trug im Mai l. J. vor der Society of Arts zu London eine Abhandlung über die alte und neue Methode Medaillenstämpel zu graviren, und Medaillen zu prägen vor, die wir sowohl in historischer als künstlerischer Beziehung Allen, die an dieser erhabenen Kunst Interesse haben, sehr zur Nachlese empfehlen. Man findet im Athenäum einen Auszug aus derselben, welche auch in das Mechanics' Magazine, No. 566 übergegangen. Indem wir bedauern sie wegen Mangel an Raum nicht ganz mittheilen zu können, erlauben wir uns bloß, folgende die englische Münze betreffende Grelle anzuführen. Die Zahl der Stüke, sagt Hr. Wyon, welche mit einem Stämpelpaare geprägt werden kann, beträgt oft an 3 bis 400,000; im Durchschnitte ist jedoch die Anzahl weit geringer. Er erinnert sich, daß an manchem Tage 20 Stämpel zu Grunde gingen, was theils von der verschiedenen Güte des Stahles, theils von verschiedenen anderen Zufälligkeiten herrührte. In der Münze zu London befinden sich 8 Pressen, und man hält es für ein günstiges Verhältniß wenn, in jeder Presse täglich nur ein Stämpelpaar zu Grunde geht, gewöhnlich ist der Verlust größer. Jede Presse liefert, abgesehen von dem durch das Auswechseln der Stämpel und anderen Umständen bedingten Aufenthalte, in jeder Minute 60 Stüke. Im Jahre 1817 wurden an halben Kronen, Schillingen und halben Schillingen durch 3 Monate hindurch täglich 343,000 Stüke ausgeprägt, indem alle 8 Pressen in Thätigkeit waren; am 1. April 1834 wurden mit 5 Pressen täglich nur 125,000 Stüke ausgeprägt. Vom 4. Junius 1817 bis zum 31. December 1833 wurden in ganzen und halben Soveraigns allein für 52,187,265 Pfd. Sterl. geprägt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: