Titel: Irdene Rollen statt der hölzernen und metallenen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LXVI./Miszelle 12 (S. 395–396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053066_12

Irdene Rollen statt der hölzernen und metallenen.

Man wendete seit einiger Zeit auf den Schiffen statt der hölzernen Rollen Rollen aus Porcellan an. Der hohe Preis dieser porcellanenen Rollen veranlaßte Hrn. James Hall diese Rollen sowohl, als verschiedene andere Gegenstände aus |396| verschiedenen Erden und Mineralien zu verfertigen. Sein Verfahren ist folgendes. Er nimmt Thon oder irgend eine Kiesel-, kalk- oder manganhaltige Erde und gepülvertes mit Kiespulver oder einem anderen leicht verglasbaren Gesteine vermengtes Eisenerz, und bildet daraus mit Wasser einen diken Teig, der gut abgeknetet wird, und den man dann zu Rollen oder irgend anderen Gegenständen formt, was entweder in Modeln oder nach dem in den Töpfereien gewöhnlich üblichen Verfahren geschehen kann. Die geformten Gegenstände werden auf gewöhnliche Weise in Oefen gebrannt und erlangen dadurch eine außerordentliche Härte; die Hize muß für verschiedene Gegenstände verschieden seyn, was ein geschikter Arbeiter leicht auszumitteln im Stande seyn wird. Man kann die einzelnen Ingredienzien in verschiedenen Verhältnissen anwenden; man kann z.B. auf 7 Theile Thon, 2 Theile Eisenerz und 2 Theile eines leicht verglasbaren Gesteins nehmen, oder man kann auf 30 Theile Thon 25 Theile calcinirtes Erz und 2 Theile verglasbares Gestein, oder auf 8 Theile Thon 1 1/2 Theile calcinirtes Erz, 2 Theile einer verglasbaren Erde, einen Theil geglühte Kiesel und 1/4 Braunstein anwenden. Auch kann man die Ingredienzien selbst verschieden abändern, indem es nur darauf ankommt, daß sie mit Wasser einen ganz gleichförmigen Teig bilden, und daß sie beim Brennen eine sehr harte Masse geben. (Aus dem Journal des connaissances usuelles. August 1834, S. 97.)

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