Titel: Türkische Methode für Illuminationen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LXVI./Miszelle 14 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053066_14

Türkische Methode für Illuminationen.

Das Serail, schreibt ein Correspondent der Times, bot in jeder Nacht eine andere Beleuchtung oder Illumination dar; ein Mal sah man ein Schiff, dann des Sultans zehnruderige Galeere, einen ungeheuren Stern, eine Stelle aus dem Koran etc., ja manchmal wechselte die Figur sogar in einer und derselben Nacht mehrere Male. So viel wir wissen ist diese Illuminationsmethode rein türkischen Ursprungs; wir theilen das Wesentliche derselben mit, da sie von den übrigen civilisirten Europäern allerdings berüksichtigt und nachgeahmt zu werden verdient. Man führt vor dem Haufe, welches beleuchtet werden soll, ein 20 bis 40 Fuß hohes Gerüst auf, und befestigt an den Querriegeln kleine Rollen, über welche die Schnüre laufen, an denen die Lampen befestigt sind. Auf diese Weise können die Lampen mit größter Leichtigkeit gehoben oder herabgelassen werden, je nachdem es zur Erzielung der gewünschten Figur erforderlich ist. Alle die Schnüre zusammengenommen, sehen wie die Kette eines Gewebes aus, und die Geschwindigkeit, mit welcher sich auf diese Weise die verschiedensten Figuren hervorbringen lassen, ist wirklich überraschend. An jeder Schnur sind nämlich für gewisse Figuren Zeichen angebracht, welche andeuten, wie hoch die Lampe emporgezogen oder wie weit sie herabgelassen werden muß. (Mechanics' Magazine, No. 571.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: