Titel: Ueber die Reinigung des Palmenöhles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LXVI./Miszelle 15 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053066_15

Ueber die Reinigung des Palmenöhles.

Das Mechanic's Magazine enthält in seiner Nr. 569. S. 254 folgende Methode das Palmenöhl zu reinigen, und demselben zum Behufe der Seifenfabrikation |397| eine weiße Farbe zu geben. Man soll 2 Theile Aezkalk und 3 Theile Salmiak nehmen, und beide mit einander vermengen, nachdem der Kalk mit der Hälfte seines Gewichts Wasser gelöscht, und nach dem Abkühlen in ein feines Pulver verwandelt worden, welche leztere Operation auch mit dem Salmiak geschehen muß. Das Gemenge wird dann in eine Retorte oder in eine gußeiserne Pfanne, auf welche mit Genauigkeit ein Dekel paßt, gebracht. Von dem Scheitel der Pfanne oder der Retorte aus leite man beinahe bis auf den Boden des Seifenkessels, in welchem sich gleiche Theile Wasser und Palmenöhl befinden, eine entsprechende Röhre. So wie nun Feuer unter der Retorte angeschürt wird, wird Ammoniakgas in den Seifenkessel übergehen, und so wie sich das Oehl und das Wasser mit einander verbinden, sezt man so lange siedendes Wasser zu, bis dessen Gewicht drei Mal so viel beträgt, als jenes des Palmenöhles. Durch diesen Proceß wird das Palmenöhl beinahe augenbliklich blaßgelb werden. Das siedende Palmenöhl und Wasser muß während des Durchströmens des Gases beständig umgerührt werden. Das Ammoniak trägt als Alkali zur Festigkeit und Reinigung der Seife bei, und der Geruch, den es der Seife mittheilt, ist so unbedeutend, daß er kaum mehr bemerkbar ist, wenn sie einige Tage dem Zutritte der Luft ausgesezt gewesen. – Wir zweifeln, daß dieses Verfahren in pecuniärer Hinsicht von Vortheil seyn kann.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: