Titel: Ueber die Cultur des vielstängeligen Maulbeerbaumes (Morus multicaulis).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LXVI./Miszelle 17 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053066_17

Ueber die Cultur des vielstängeligen Maulbeerbaumes (Morus multicaulis).

Hr. Soulange-Bodin legte der Société royale et centrale d'agriculture zu Paris kürzlich eine zu Boston erschienene Abhandlung vor, aus welcher hervorgeht, daß die Seidenraupenzucht in den Vereinigten Staaten immer mehr und mehr an Ausdehnung gewinnt, und daß man gegenwärtig sowohl um Boston als um New-York ganz vorzüglich die Blätter des gepriesenen vielstängeligen Maulbeerbaumes (Morus multicaulis oder Morus Perattetii) als Futter der Seidenraupen benuzt, indem die Erfahrung gezeigt hat, daß diese Maulbeerbaumsorte kein viel wärmeres Klima verlange, sondern in der Nähe von New-York sehr strenge Winter aushielt, ohne Schaden zu leiden. – Indem wir aus diesem Grunde gleichfalls wiederholt die Vermehrung jener Sorte, die sich in mannigfacher Hinsicht auszeichnet, empfehlen, machen wir zugleich auch auf folgende Beobachtungen des Hrn. Maupail zu Venedig aufmerksam. Hr. Maupail hat nämlich an der Bronta eine große Pflanzung dieser Sorte angelegt, und durch die Aussaaten, die er vornahm, auch schon mehrere Abarten derselben erzielt. Er glaubt dabei gefunden zu haben, daß sich diese Abarten sämmtlich mehr oder weniger dem weißen Maulbeerbaume nähern, und daß der vielstängelige Maulbeerbaum keine eigene Art, sondern nur eine Abart des weißen Maulbeerbaumes sey. Um diese Abart in ihrer Reinheit zu erhalten, ist es daher am besten sie durch Steklinge fortzupflanzen, gleichwie man dieß seit undenklichen Zeiten auch in China zu thun pflegt. (Recueil industriel. April 1834, S. 47.)

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