Titel: Péligot's Methode flekig gewordene Zeuge wieder herzustellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LXXVII./Miszelle 17 (S. 460)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053077_17

Péligot's Methode flekig gewordene Zeuge wieder herzustellen.

Die Fabrikanten und Kaufleute erleiden oft einen bedeutenden Verlust dadurch, daß Zeuge, welche an feuchten, dumpfen Orten aufbewahrt sind, flekig werden; besonders häufig ist dieß bei den Seidenzeugen der Fall, und namentlich bei jenen, welche zur See versandt werden. Hr. Péligot, der auf das Ansuchen eines Fabrikanten mehrere Versuche die Farbe der Zeuge wieder herzustellen machte, fand folgendes Verfahren als das beste. Er ging von der Ansicht aus, daß die Fleken das Resultat einer an einigen Stellen eintretenden Oxydation seyen, und daß man daher trachten müsse den Sauerstoff, welcher die Farbe veränderte, wieder zu entfernen. Man braucht die Zeuge zu diesem Behufe nur in ein Wasserbad, in welchem salzsaures Zinnoxydul aufgelöst ist, einzuweichen. Die Quantität dieses Zinnsalzes, die man hiebei nehmen muß, läßt sich nicht im Allgemeinen bestimmen, indem sie von dem Grade der Veränderung der Farbe abhängt; bei einiger Erfahrung wird man leicht das wahre Verhältniß ausfindig machen können. Einige Zeuge werden durch diese Operation bedeutend aufgefrischt; es versteht sich übrigens, daß sie nur bei solchen Farben in Anwendung kommen kann, die durch das Wasser nicht Schaden leiden. Schließlich muß man den Zeugen eine neue Appretur geben, wenn sie ihren alten Glanz erhalten sollen.

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