Titel: Ueber das Färben von Holz mit Cochenille.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 53, Nr. LXXVII./Miszelle 19 (S. 460)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj053/mi053077_19

Ueber das Färben von Holz mit Cochenille.

Ich finde in einem Londoner Blatte, sagt Hr. London in seinem vortrefflichen Architectural Magazine, das Färben von Apfelbaum- und Atlasholz mit Cochenille als etwas Neues angekündigt, und muß hierauf erwiedern, daß dieß ein altes, in Schweden (und auch in Deutschland) schon längst gebräuchliches Verfahren ist. Man nimmt daselbst knorrige Stüke von Birkenstämmen oder Birkenwurzeln, und hobelt sie mit einem Hobel, der nicht sehr scharf schneidet, so zu, daß die Holzfaser an einigen Stellen rauher emporsteht, als an anderen. Dieses Holz weicht man dann in Cochenillefarbe oder in irgend ein anderes Farbebad; und da die rauh gehobelten Stellen den Färbestoff schneller einsaugen, als dieß bei den glatten der Fall ist, so läßt sich hiedurch leicht ein schöner Wechsel in der Farbe erzielen. Nach dem Troknen wird das Holz endlich auf gewöhnliche Weise überfirnißt und polirt. (Mechanics' Magazine, No. 573.)

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