Titel: Ueber die Aufbewahrung gravirter Kupferplatten
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 54, Nr. XXIV./Miszelle 14 (S. 144–145)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj054/mi054024_14

Ueber die Aufbewahrung gravirter Kupferplatten

ist im Journal des connaissances usuelles, August 1834, S. 96. ein Artikel enthalten, in welchem folgendes Verfahren als das beste gepriesen wird, um die: selben gegen das Rostig- und Flekigwerden zu schüzen. Man soll die Platten, welche aufbewahrt werden sollen, mit Kreide überziehen, welche so fein als möglich mit Wasser abgerieben und dann wieder getroknet wurde. Sobald man keine fette Substanz mehr auf der Platte bemerkt, soll man dann eine Auflösung von Hausenblase darauf gießen. Diese Auflösung gibt nach einigen Stunden eine so harte Schichte, daß, wenn sich auch allenfalls ein Sandkorn zwischen zwei |145| Platten befinden sollte, dieß denselben durchaus keinen Schaden bringen könnte. Dabei ist diese Schichte so durchsichtig, daß man selbst die zartesten Striche vollkommen deutlich unterscheiden kann. Um die Hausenblase aufzulösen, schneidet man sie, nachdem sie gehörig geschlagen worden, in kleine Stüke, und übergießt sie in einem Fläschchen mit weißem Weine, welches man mit einem leichten Zeuge zugebunden auf ein Sandbad stellt, und einer gelinden Wärme aussezt. Man erhält auf diese Weise in kurzer Zeit eine Auflösung, welche sich mit erwärmtem Weine nach Belieben verdünnen läßt, und welche durch ein feines Tuch filtrirt ganz durchsichtig ist. Will man den Kupferplatten diesen schüzenden Ueberzug wieder nehmen, so braucht man nur etwas Wein darauf zu gießen, und sie an einen etwas erwärmten Ort zu bringen, wo sich dann die ganze Schichte leicht abwischen läßt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: