Titel: Chausson's Düngercomposition.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 54, Nr. XXIV./Miszelle 23 (S. 148)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj054/mi054024_23

Chausson's Düngercomposition.

Das Journal des connaissances usuelles, September 1834, S. 119. enthält einen Bericht über die Düngercomposition, welche Hr. Eduard Chausson in Paris zu 3 Franken den Hectoliter oder zu 4 Fr. 50 Cent, den Sester ausbietet, und welche sich den Versicherungen mehrerer Oekonomen gemäß sehr gut und kräftig bewähren soll. Die Bereitungsart dieser Composition ist folgende. Es werden Kothpulver, gelöschter Kalk, Lohe, Traubenmark, gefaulte Pflanzen, Asche, Straßenkoth, Trabern, Pferd-, Hühner- und Schafmist, gefaulter Dünger aus den Mistbeeten, Kehricht, Pfüzenschlamm u. dgl. schichtenweise in Gruben gebracht, und jede Schichte mit Pferd- und Rindsurin begossen, damit die Gährung vollkommener werde. Diese Masse bildet, nachdem sie gehörig gefault, mehrere Male umgekehrt und endlich mit der Schaufel gemengt worden, die Composition des Hrn. Chausson, welche, wie jeder Oekonom finden wird, ganz dasselbe ist, wie der gefaulte Dünger einer gehörig behandelten Düngergrube. Hr. Chausson will, daß man seine Composition bei etwas feuchtem Wetter auf den frisch umgebrochenen Boden streue. Zu einer guten Düngung für Getreide, Oehlsamen, Runkelrüben, Tabak, Reben, Kohl und andere Gemüse sind 8 bis 10 Hectoliter dieses Düngers per Morgen Landes erforderlich; für Wiesen braucht man 10 bis 12 Hectoliter, ist der Boden leicht und hizig, so kann man auch eine geringere Quantität anwenden. Wir können an dieser ganzen Sache nichts Neues sehen, so wenig als an Bierhefen, welche man neuerlich von England aus als einen sehr kräftigen Dünger anzuwenden empfahl.

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