Titel: Urtheil der British Association über die Rutter'sche Heizmethode.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. XII./Miszelle 20 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055012_20

Urtheil der British Association über die Rutter'sche Heizmethode.

Dr. Daubeny brachte am 10. Sept. v. J. bei der chemischen Section der zu Edinburgh versammelten Naturforscher und Aerzte die Rutter'sche Heizmethode mit Steinkohlentheer und Wasser zur Sprache, wobei sich eine Discussion darüber erhob, ob das Wasser chemisch oder mechanisch zur Verbrennung des Theeres mitwirke. Hr. Makintosh bemerkte, daß er aus wiederholten Versuchen fand, daß der Steinkohlentheer beim Verbrennen nicht mehr Hize gäbe, als ein gleiches Gewicht sogenannter Splintkohle, welcher man bekanntlich da den Vorzug gibt, wo eine lange andauernde Hize erforderlich ist. Auch Hr. Low behauptete, daß er aus langer Erfahrung versichern könne, daß die Vermengung des Theeres mit Wasser von keinem Vortheile sey, und daß 3 Gallons oder 33 Pfd. solchen Theeres eben so viel Hize geben, als 40 Pfd. Kohks, welche aus Newcastler Steinkohle erzeugt wurden. Aus den weiteren Debatten über diesen Gegenstand ergaben sich folgende Resultate: 1) Der Theer kann allerdings als Brennmaterial benuzt werden; allein er gibt nicht mehr Hize, als ein gleiches Gewicht der besten Steinkohlen. 2) Vermengt man ihn mit Wasser, so fließt er zwar |75| leichter in den Röhren; allein es scheint nicht, daß er deßhalb mehr Hize gibt, als er gibt, wenn man ihn für sich allein erhizt. (Aus dem Edinburgh new Philosophical Journal. Julius – Oktober 1834, S. 392)

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