Titel: Ueber die gegossenen Bleiplatten des Hrn. Voisin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. XII./Miszelle 22 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055012_22

Ueber die gegossenen Bleiplatten des Hrn. Voisin.

Schon seit mehreren Jahren, sagt Hr. Payen in einem an die Société d'encouragement Berichte, traten die Fabrikanten ausgewalzter und gegossener Bleiplatten mit einander in Concurrenz, wodurch der Preis der Façon bei 100 Kilogr. von 10 auf 8 Franken herabfiel. Die Vorzüge der aus reinem, unlegirten Blei gegossenen Platten vor den ausgewalzten, und namentlich der Umstand, daß leztere keine Sprünge, keine aufgelegten Blättchen und keine der anderen Fehler haben, die man an den ausgewalzten Platten häufig trifft, bestimmten die Fabrikanten sich zur Verfertigung der Kessel ohne Nath oder Löthung, wie sie die Schwefelsäure-Fabrikanten, die Probirer und Feinmacher etc. brauchen, hauptsächlich der gegossenen Bleiplatten zu bedienen. Das einzige Hinderniß, auf welches man hiebei stieß, bestand darin, daß man bisher nur Platten von höchstens 2 Meter Breite zu gießen im Stande war, und daß der gleichen Platten also zur Verfertigung großer Kessel nicht ausreichten. Hrn. Voisin in Paris, rue Neuve-St.-Augustin, No. 32 ist es nun endlich gelungen, auch dieses Hinderniß zu beseitigen, und mit Hülfe eigener Vorrichtungen beinahe ganz fehlerfreie, 1 bis 3 Linien dike Bleiplatten von 3,046 Meter Breite und 8,120 Meter oder 25 Fuß Länge zu gießen. Es ist hiedurch den Bedürfnissen der Fabrikanten auf eine um so glüklichere Weise abgeholfen, als Hr. Voisin sich die Façon seiner neuen großen Platten um nichts theurer zahlen läßt, als man früher die Façon der kleineren bezahlte. (Aus dem Bulletin de la Société d'encouragement. August 1834, S. 312.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: