Titel: Thomas Sherman's Verbesserungen in der Ziegelfabrikation.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. XII./Miszelle 24 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055012_24

Thomas Sherman's Verbesserungen in der Ziegelfabrikation.

Thomas A. Sherman von Scriba, in der Grafschaft Oswego, ließ sich am Erde des vorigen Jahres in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ein Patent auf Verbesserungen in der Ziegelfabrikation geben, welche sich nicht nur |76| auf die Zusammensezung einer Masse zur Bereitung von feuer- und wasserfesten Ziegeln, sondern auch auf die Maschinen zum Mengen des Thones und zum Formen der Ziegel beziehen. Nach diesem Patente glaubt der Patentträger feuer- und wasserfeste Ziegel zu erzielen, wenn er unter jeden Barrel des Wassers, welches er zum Anmachen des Thones nimmt, einen Halden Bushel ungelöschten Kalk und eben so viel Salzwasser nimmt. Seine Maschine zum Mahlen und Abarbeiten des Thones besteht aus einem kreisrunden Troge, in welchem sich eine aus sechs oder mehr Rädern zusammengesezte Walze bewegt, die sich um eine Welle dreht, welche von einem Pferde umgetrieben wird, und mit dem inneren Ende an einer senkrechten Welle befestigt ist. Diese Räder, von denen jedes einen eisernen Reifen hat, nehmen im Durchmesser ab, so wie sie sich dem Mittelpunkte nähern; sie sind in geringen Entfernungen von einander angebracht, und zwischen jeder derselben greifen an eigenen Stangen befestigte Schadeisen ein, durch welche der Thon aus den Rädern herausgeschafft wird. In jeden der Zwischenräume zwischen den Rädern steigen Eisen, welche wie Pflugscharen geformt sind, herab, und dadurch wird der Thon, so wie sich die Walze umdreht, zerschnitten. Die Maschine zum Formen der Ziegel besteht aus einer Platform, auf welcher mittelst eines Winkelhebels, über dessen Welle ein Laufband an Rollen hinläuft, ein Wagen hin und her gezogen wird. Der Wagen enthält einen Model für 8 Ziegel, und so wie sich dieser Model in der Mitte der Tafel oder Platform befindet, kommt er zwischen zwei Wangen oder zwei Seitentheile zu stehen, welche die beiden Seiten eines zur Aufnahme des Thones dienenden Trichters bilden, während dessen Enden durch zwei Dekel gebildet werden, von denen jeder, wenn er herabgesenkt wird, die Hälfte des Models bedekt. In den Trichter wird so viel Thon gebracht, als zum Füllen der Formen nöthig ist, und dieser Thon wird beim Herabsenken der Dekel in die Model gedrükt. So wie die Model endlich vorwärts gezogen werden, wirken diese Dekel auch als Abstreicher, und sind die Model ganz weggezogen, so tritt wieder ein neuer Wagen mit solchen Modeln an deren Stelle. (Aus dem London Journal of Arts, Oktober 1834, S. 130)

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