Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Spargelbeeren zum Färben benuzt.Hr. I. Regnault von Moislains, ein Mann, der in der Färberei ganz fremd ist, kam kürzlich auf die Idee, ob die schönen rothen Beeren, welche die abgeblühten Spargelpflanzen ansezen, nicht zum Färben zu benuzen seyen. Er zerquetschte daher eine Quantität derselben mit der Hand, und gab sie in Wasser, in welchem sich die schwarzen Kerne zu Boden sezten. Das mit dem Farbstoffe beladene Wasser seihte er durch ein Tuch, um es hierauf beinahe bis zur Trokenheit einzudampfen, wobei er einen bräunlich-schwarzen Rükstand erhielt. Von diesem Rükstande machte er sich einen Absud, und in diesem Absude kochte er ein Stük Leinen- und ein Stük Baumwollzeug, welche er beide vorher mit Alaun gebeizt hatte. Beide Zeuge hatten, nachdem sie mit kaltem Wasser ausgewaschen, getroknet und in Seifenwasser behandelt worden, eine herrliche und ganz unverwüstliche Nankinfarbe angenommen. Hr. Regnault glaubte die Färber um so mehr auf seine Versuche aufmerksam machen zu müssen, als die Spargelbeeren bei zwekmäßigerer Behandlung vielleicht auch andere Farben geben könnten. (Aus dem Journal des connaissances usuelles. Novbr. 1834, S. 256. |
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