Titel: Ueber Wharton's Dampfmaschine zum Pumpen von Wasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. XXVIII./Miszelle 5 (S. 157–158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055028_5
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Ueber Wharton's Dampfmaschine zum Pumpen von Wasser.

Hr. W. L. Wharton hielt bei der dritten Versammlung der British-Association einen Vortrag über eine zum Pumpen von Wasser bestimmte Dampf-Maschine, über welche in dem über diese Versammlung erschienenen Berichte folgende Notiz enthalten ist. „Der aus dem Kessel austretende Dampf wirkt in dieser Maschine auf einen Schwimmer, der den Scheitel einer Wassersäule bildet, welche in einem metallenen, in dem Feuerzuge des Kesselfeuers angebrachten Cylinder enthalten ist. Der untere Theil dieser Wassersäule steht durch Röhren mit der unteren Fläche eines Kolbens in Verbindung, und dieser Kolben bewegt sich, wasserdicht in einem viel kleineren Kolben, der unmittelbar über den Pumpen eines Bergwerkes, an deren Gestäng die Kolbenstange angebracht wird, befestigt ist. Bei dieser Einrichtung wirkt der Dampf jederzeit auf eine erhizte Oberfläche, und seine Kraft äußert sich auf die Kolbenstangen ohne Dazwischenkunst einer Hauptstange einer Parallelbewegung etc., so daß folglich die Auslagen, die an anderen Maschinen zur Herstellung des Gerüstes nöthig sind, welches diese Theile trägt, hier wegfallen. Die Reibung der Maschine ist überdieß sehr gering, indem sowohl über, als unter dem Kolben eine Schichte Oehl angebracht ist. An dem Schwimmer ist eine Stange oder ein Draht befestigt, der durch eine in dem Scheitel des großen Cylinders angebrachte Stopfbüchse geht, und in gehörigen Zeiträumen nach dem Eintritte und dem Austritte des Dampfes, und folglich nach dem Sinken und Steigen des Wassers und des Schwimmers in dem Cylinder die Handsteuerung in Bewegung sezt. Man kann die Maschine auch noch mit einem Verdichtungsapparate versehen, und dadurch bewirken, daß außer dem Gewichte der Pumpenstangen auch noch die Atmosphäre mithilft, um den Kolben in dem kleinen Cylinder herabzudrüken, und um folglich nach jedem Hube der Maschine das Wasser und den Schwimmer gegen den Scheitel des großen Cylinders zu treiben.“ Dieß ist Alles, was das Repertory of Patent-Inventions in seinem lezten Decemberhefte über diese Maschine mittheilt.

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