Titel: Ueber die Ausziehung des Runkelrübensaftes durch den luftleeren Raum.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. XXXVIII./Miszelle 4 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055038_4

Ueber die Ausziehung des Runkelrübensaftes durch den luftleeren Raum.

Hr. Legavrian ließ sich vor einiger Zeit auf die Ausziehung des Runkelrübensaftes mit Hülse des luftleeren Raumes ein Patent ertheilen. Da die Anwendung der Luftpumpen jedoch mit vielen Schwierigkeiten und Unkosten verbunden war, so suchte er von Hrn. Pelletan die Erlaubniß nach zur Erzeugung des luftleeren Raumes den Dampfstrom anwenden zu dürfen. Hr. Pelletan ging hierauf ein, und die in dieser Hinsicht angestellten Versuche sollen die günstigsten Resultate gehabt haben. Der Apparat des Hrn. Legavrian besteht aus drei Bottichen. In den ersten derselben wird das zerriebene Rübenmark mit Wasser macerirt; und unmittelbar nach Beendigung der Maceration erzeugt man in einem unterhalb angebrachten Behälter einen luftleeren Raum, wo dann die Masse augenbliklich einsinkt, und auf dem Boden des Bottiches eine feste Masse bildet. Der hiedurch ausgepreßte Saft wird dann durch Druk in den zweiten Bottich gebracht, in welchem neuerdings wieder eine Maceration Statt findet, u.s.f., bis der Saft endlich 8° stark aus dem dritten Bottiche kommt. Das Journal des connaissances usuelles, December 1834, S. 296, welches dieß berichtet, versichert von Augenzeugen gehört zu haben, daß dieser neue und sehr einfache Apparat ganz vortrefflich arbeite.

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