Titel: Nachricht für Zukerraffinerien und Runkelrübenzuker-Fabriken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. LXXXII./Miszelle 11 (S. 473)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055082_11

Nachricht für Zukerraffinerien und Runkelrübenzuker-Fabriken.

Die Zunahme der Runkelrübenzuker-Fabriken in Frankreich bewirkte eine solche Anhäufung von Melasse, die man bei dieser Fabrikation als Rükstand behält, daß diese Substanz beinahe werthlos geworden, und zwar um so mehr, als sie der Rohrzukermelasse an Güte und Brauchbarkeit etwas nachsteht. Man ist daher allen Ernstes auf die bereits alte und oft empfohlene Methode gekommen, diese Rükstände als Viehfutter zu verwenden. Hr. J. J. Bernard, der in Petival ein schönes Landgut und eine ausgedehnte Runkelrübenzuker-Fabrik besizt, ging seinen Collegen in dieser Hinsicht mit rühmlichem Beispiele voraus, und fordert nun wiederholt zur Befolgung desselben auf. Er gibt mehrere Vorschriften, nach denen man hiebei zu verfahren hat; das Wesentlichste reducirt sich darauf, daß man die Melasse mit reinem Wasser oder auch mit dem Ablaufwasser der Fabriken bis auf 20° des Aräometers verdünnen, und mit diesem Wasser dann Strohhäksel anmachen soll. Hr. Bernard versichert, daß nicht nur Hornvieh, sondern auch Schafe und Pferde diese Nahrung dem besten Heue vorziehen, und daß sich alle Thiere sehr wohl dabei befinden. (Aus dem Recueil industriel.)

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