Titel: Notiz für Stärkmehlfabrikanten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. LXXXII./Miszelle 13 (S. 474)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055082_13

Notiz für Stärkmehlfabrikanten.

Da wir in einem großen Theile unserer Stärkmehlfabriken den Kleber, der bekanntlich zur Gewinnung des Stärkmehles aus dem Mehle ausgewaschen wird, noch immer unbenuzt gelassen sehen, obschon derselbe ein kräftiges Nahrungsmittel für Thiere gibt; und da die Fäulniß, in welche man das unbenuzte kleberhaltige Waschwasser übergehen läßt, die Luft in der ganzen Umgebung einer solchen Fabrik verpestet, so fühlen wir uns mit dem Journal des connaissances usuelles veranlaßt, neuerdings darauf aufmerksam zu machen, daß man den Kleber und verschiedene andere Abfälle ganz vortrefflich zur Schweinemast benuzen könne. In England, wo man mit dem Getreide mehr haushälterisch umgeht als bei uns, weiß man dieß Verfahren sehr gut zu schäzen, und mehrere der dortigen Stärkmehlfabriken verdanken mehr der Schweinemast als der Stärkmehlfabrikation den hohen Ertrag, dessen sie sich erfreuen. Es gibt daselbst mehrere Fabriken, welche jährlich 3 bis 4000 Schweine mästen, indem sie den Kleber, der sonst verloren ging, mit Erdäpfeln, Kleien oder anderen derlei Substanzen zu einem Schweinefutter anmachen, bei welchem diese Thiere sehr schnell außerordentlich fett werden. Wir empfehlen dieses Verfahren dringend der Berüksichtigung unserer Fabriken, in denen man, wie uns scheint, noch viel zu wenig auf Vielseitigkeit der Benuzung der Stoffe, mit denen man es zu thun hat, sieht.

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