Titel: Ueber die Quantität der festen Bestandtheile, welche der Rhein jährlich fortschwemmt,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 55, Nr. LXXXII./Miszelle 20 (S. 476)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj055/mi055082_20

Ueber die Quantität der festen Bestandtheile, welche der Rhein jährlich fortschwemmt,

hat Hr. Leonard Horner Esq., F. G. S. F. R. S. im Laufe dieses Jahres vor der Geological Society in London eine Abhandlung vorgetragen, zu deren Behuf er in den Monaten August und November in Bonn mehrere Versuche angestellt hatte. Nach einem Versuche, den er im August bei niederem Wasserstande mit Wasser anstellte, welches er in einer Entfernung von 165 Fuß von dem linken Ufer in einer Tiefe von 7 Fuß auffing, enthielt das Wasser 1/20784 fester Bestandtheile, welche getroknet ein blaß gelblich-braunes, sanft anzufühlendes, mit Salzsäure aufbrausendes, und von dem Löß des Rheinthales nicht zu unterscheidendes Pulver darstellten. Bei einem späteren Versuche, den er im Monate November, nachdem es länger geregnet, unternahm, fand er in dem aus der Mitte des Stromes genommenen Wasser 1/12500 feste Bestandtheile. Nimmt man nun an, daß die mittlere Breite des Rheines bei Bonn 1200 Fuß beträgt, daß die mittlere Tiefe 15 Fuß mißt, daß die mittlere Geschwindigkeit 2 1/2 Meilen in der Stunde ausmacht, und daß in einem Kubikfuß Wasser im Durchschnitte 28 Gran fester Substanzen schwebend erhalten werden, so ergibt sich hieraus, daß der Rhein innerhalb 24 Stunden nicht weniger als 145981 Kubikfuß fester schwebender Theilchen bei Bonn vorbeiwälzt. (Aus dem Repertory of Patent-Inventions, November 1834, S. 300.)

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