Titel: Schlumberger, über den Krapp.
Autor: Schlumberger, Heinrich
Fundstelle: 1835, Band 58, Nr. XLVI . (S. 283–296)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj058/ar058046

XLVI. Ueber den Krapp; von Heinrich Schlumberger.

Aus dem Bulletin de la Société industrielle de Mulhausen, No. 40, S. 401.

Nachdem Hr. Persoz und ich50) zwischen dem Avignon- und Elsasser-Krapp einen auffallenden Unterschied wegen ihres verschiedenen |284| Gehalts an kohlensaurem Kalk (Kreide) aufgefunden und ich gezeigt hatte, daß die Kreide die Eigenschaft hat den Farbstoff beim Krappfärben solid zu machen, blieb noch zu untersuchen übrig, ob der Vorzug, welcher allgemein dem Avignon-Krapp zuerkannt wird, einzig seinem bedeutenden Kreidegehalt zuzuschreiben ist, oder ob der Einfluß des Klima's berüksichtigt werden muß. Nachdem ich mich dann überzeugt hatte, daß nur die Kreide und andere Substanzen, welche ich in meiner früheren Abhandlung angab, die Eigenschaft besizen, den Farbstoff des Krapps zu befestigen, mußte ich die Rolle studiren, welche diese Substanzen spielen, nämlich: ob sie als ein integrirender Theil in den Lak eingehen, der sich auf dem Gewebe bildet, oder ob sie bloß auf einige Bestandtheile dieser Wurzel eine Wirkung äußern. In der Absicht diese verschiedenen Fragen zu lösen, habe ich mit Hrn. Daniel Koechlin-Schouch und Hrn. Persoz einige Versuche angestellt.

Einfluß des Klima's. – Um zu erfahren, ob das Klima auf die Qualität des Krapps und die Assimilation des kohlensauren Kalks einen Einfluß hat, stellte der Ausschuß für Naturgeschichte im botanischen Garten der Industriegesellschaft folgende Versuche an:

Man bereitete Erden, welche 50 und 80 Proc. kohlensauren Kalk und beiläufig ein Fünftel ihres Volumens guten Pferdemist enthielten; in diese pflanzte man im März 1834 Ableger von Avignon- und Elsasser-Krapp, wovon man im November desselben Jahres einen Theil der Wurzeln erntete, um Färbeversuche damit anzustellen.

Diese Wurzeln, welche sechs Monate in der Erde waren, lieferten beim Färben sehr solide Farben, und ohne daß man zwischen dem Elsasser- und Avignon-Krapp einen Unterschied bemerkte: während ähnliche Ableger, in das natürliche, nicht kalkhaltige Erdreich, neben dem Avignon-Krapp verpflanzt, nur Krappe lieferten, die beim Färben flüchtige Farben gaben.

Andererseits pflanzte man Ableger von Krapp in das Palud-Erdreich, das von Avignon bezogen wurde, und welches über 90 Proc. kohlensauren Kalk enthält. Dieser Boden lieferte Krappe, welche noch etwas solidere Farben gaben, als die in unserem künstlichen kalkhaltigen Erdreich herangezogenen.

Daß die mit diesen Wurzeln erhaltenen Farben nach dem Aviviren etwas weniger lebhaft waren, als die von gutem Avignon-Krapp, muß man ihrem Alter zuschreiben, ein Umstand, der einen sehr großen Einfluß auf die Assimilation des kohlensauren Kalks hat; denn Avignon-Krapp, der z.B. im Palud angebaut wurde, ist viel kalkreicher, oder liefert solidere und lebhaftere Farben, wenn er drei Jahre, als wenn er nur anderthalb Jahre im Boden verweilte, |285| und lezterer gibt wieder solidere Farben, als solcher, der sich nur sechs Monate im Boden befand.

Zwischen der Solidität der Farben, die man mit dem holzigen und fleischigen Theil von Avignon-Wurzeln erhielt, die im Palud angebaut waren und drei Jahre im Boden verweilt hatten, zeigte sich kein merklicher Unterschied51).

Aus diesen Versuchen geht hervor, daß das Klima keinen auffallenden Einfluß auf die Assimilation der Kreide im Krapp hat, wenigstens nicht für das erste Jahr ihres Anbaues, wodurch es sehr wahrscheinlich wird, daß es möglich ist ein dem Avignon-Krapp ganz gleiches Product zu erzielen, indem man den Krapp in irgend einem kalkhaltigen Erdreich anbaut; und endlich, daß die Assimilation der Kreide um so größer ist, je kräftiger und älter die Wurzeln sind.

Rolle der Kreide. – Aeltere und schäzbare Beobachtungen des Hrn. Daniel Koechlin hatten ihn überzeugt, daß man durch die Vereinigung zweier Oxyde mit einem und demselben Farbstoff eine viel haltbarere Farbe erhält, ohne Zweifel weil die entstehende dreifache Verbindung unauflöslicher ist.

Dieser Fabrikant drukte auf einen Zeug, worauf bereits Zinnoxyd befestigt war, noch Alaunerde-Mordant und über das Ganze eine Säure, um an einigen Stellen die auf dem Zeuge befestigten Mordants wegzuäzen; derselbe wurde nach dem Passiren in Kühkoth und Auswaschen, in Krapp gefärbt und dann den damals üblich gewesenen Aviviroperationen unterzogen, besonders aber sehr lange auf die Wiese ausgelegt.

Er bemerkte zuerst, daß die Säure sehr leicht die Alaunerde und ganz schwach das Zinnoxyd wegäzte, wenn sich jedes allein auf dem Zeuge befand, während an den Stellen, wo Alaunerde und Zinnoxyd verbunden waren, keine ähnliche Wirkung Statt fand; so zwar daß die Farbe auf dem Doppelmordant, als der Zeug aus dem Bade kam, eben so intensiv war, als an den Stellen, welche nicht mit Säure bedrukt wurden. Ueberdieß zeigte sich nach den Aviviroperationen, daß alle mit Alaunerde und Zinnoxyd imprägnirten Stellen viel dunkler und haltbarer gefärbt waren, als die bloß mit einem dieser beiden Mordants gebeizten, so zwar, daß heim Fortsezen |286| der Avivagen bis zur theilweisen Zerstörung dieser lezteren Farben, die vom zusammengesezten Mordant noch dieser zerstörenden Wirkung widerstanden.

Hr. Daniel Koechlin fand auch zuerst, daß das mit Indigo und Wau erzielte Fayencegrün viel haltbarer und lebhafter wird, wenn man nach dem Färben des Zinnmordants die Stüke durch eine Alaunerde-Auflösung nimmt, um einen Doppelmordant zu erzeugen.

Die Alaunerde zeigt keine geringere Neigung sich mit dem Eisenoxyd zu verbinden, wenn man z.B. einen mit Alaunerdemordant bedrukten und gereinigten Zeug durch eine schwache Auflösung von schwefelsaurem Eisen nimmt; lezteres wird durch die Verwandtschaft der Alaunerde zum Eisenoxyd zersezt, und diese beiden Oxyde bleiben auf dem Zeuge mit einander verbunden, indem sie beim Färben die gemischten Farben beider liefern, ohne daß deßhalb das Eisen in den weißen Grund einschlagen und dieser sich dann färben würde.

Mehrere andere Oxyde liefern dieselben Resultate.

Andererseits geht aus den Versuchen des Hrn. Persoz hervor, daß die Oxyde eine große Neigung haben, sich unter einander zu verbinden.

Da endlich die Oxyde und Salze, von denen ich in meiner ersten Abhandlung angab, daß sie die Kreide beim Färben ersezen, alle mit der Alaunerde Verbindungen eingehen können; so veranlaßten uns diese Thatsachen zu untersuchen, ob sich bei dem Krappfärben Mit Kreide nicht eine Verbindung von Kalk, Alaunerde und Farbstoff bilden kann, welche durch Vereinigung mit den fetten Körpern bei den Seifenpassagen noch unauflöslicher würde. Wir stellten deßhalb folgende Versuche an:

Man nahm eine gewisse Quantität weißen Zeugs, bedrukte einen Theil desselben mit essigsaurer Alaunerde52), troknete ihn und reinigte ihn nach Verlauf von drei Tagen im Kühkothbad. Dieser gebeizte Zeug wurde in mehrere Portionen zertheilt, wovon man einen Theil im Krapp färbte, indem man das Bad mit Dampf und zwar bis zum Kochen erhizte. Diese gut gereinigten Zeuge wurden alsdann zum Theil durch die gewöhnlichen Avivirpassagen genommen, d.h. durch ein auf 75° C. (60° R.) erhiztes Bad von weißer Seife und von da durch Wasser, welches mit Salpetersäure schwach angesäuert und ebenfalls auf 75° C. erhizt war; hierauf endlich noch durch ein |287| Seifenbad von derselben Temperatur und nach diesem gut gereinigt. Jede Passage dauerte eine Stunde.

Man bezeichnete alsdann jedes Muster folgender Maßen:

A weißer Baumwollzeug.

B gebeizter und gereinigter Baumwollzeug.

C gebeizter Zeug, mit wenig kalkhaltigem Elsasser-Krapp in destillirtem Wasser gefärbt (er lieferte eine dunkelbraune Nüance).

D mit Elsasser-Krapp wie C gefärbter Zeug, der dann auf oben angegebene Weise avivirt wurde (helle und schmuzige ziegelrothe Nüance).

E gebeizter, mit Avignon-Krapp vom Palud und in destillirtem Wasser gefärbter Zeug (dunkelbraune Nüance).

F mit Avignon-Krapp wie E gefärbter Zeug, dann auf oben angegebene Weise avivirt (schöne lebhaft rothe Nüance).

G mit Elsasser-Krapp und 1/6 kohlensaurem Kalk gefärbter Zeug dunkelbraune Nüance).

H mit Elsasser-Krapp und Kreide wie G gefärbter, dann auf oben angegebene Weise avivirter Zeug (schöne rothe Nüance, ähnlich der des Avignon-Krapps).

I weißer Zeug, nicht gebeizt, durch Kreidewasser unter denselben Umständen wie während des Färbens genommen, um sich zu überzeugen, ob die Kreide an dem Gewebe hängen bleibt.

K weißer Zeug, nicht gebeizt, den Avivirpassagen eben so wie die gefärbten Zeuge unterzogen.

L gebeizter Zeug, Nicht gefärbt, durch Kreidewasser wie I passirt.

M gebeizter Zeug, nicht gefärbt, durch die Avivirpassagen wie K genommen.

Man nahm von jedem dieser Muster genau fünfzig Quadratcentimeter, reinigte sie gut durch mechanische Mittel und passirte sie dann alle durch ein mit einem Tausendstel Essigsäure angesäuertes Wasser, um so viel als möglich die ihnen anhängende und nicht damit verbundene Kreide zu beseitigen. Sie wurden nach einander in einer Platinschale eingeäschert, bis die organische Substanz ganz verbrannt war. Die daraus erhaltene Asche wurde in Salpetersäure aufgelöst, dann durch Ammoniak die Alaunerde, die phosphorsauren Salze etc. und hierauf der Kalk mit kleesaurem Ammoniak niedergeschlagen. Die erhaltenen Niederschläge gaben folgende Resultate:

Textabbildung Bd. 58, S. 287
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Textabbildung Bd. 58, S. 288

Diese Versuche wurden nochmals wiederholt, um sich von ihrer Genauigkeit zu versichern, gaben aber beinahe ganz die nämlichen Resultate. Dieselben liefern einen auffallenden Beweis für die Richtigkeit unserer Ansicht; denn wir sehen, daß beim Färben unter dem Einfluß von Kreide immer eine gewisse Menge Kalk mit dem Mordant eine Verbindung eingeht und, was noch merkwürdiger ist, durch die Avivagen ein großer Antheil von Alaunerde verschwindet. So oft man nämlich mit Krapp eine solide Farbe erhält, bleibt auf dem Baumwollenzeug eine Verbindung von Kalk mit Alaunerde in stöchiometrischem Verhältniß zurük, welche besteht aus:

2 Atomen Alaunerde
3 Atomen Kalk
64 × 2 = 128. Alaunerde
35,6 × 3 = 106. Kalk
54,70
45,30
100

oder aus 1 Atom Alaunerde und 1 1/2 Atomen Kalk und folglich ein Sesqui-Aluminat von Kalk ist.

Wir fanden bei F, als wir mit Avignon-Krapp färbten und avivirten:

Alaunerde
Kalk
0,21 = 55,27
0,17 = 44,73
100

Bei H, als wir mit Elsasser-Krapp und Kreide färbten:

Alaunerde
Kalk
0,25 = 55,55
0,20 = 44,45
100

Dieß ist wohl der überzeugendste Beweis für die Rolle, welche die Kreide spielt, die nicht bloß zum Zwek hat eine Säure zu sättigen (was man früher annahm, ohne es durch Versuche nachgewiesen zu haben), sondern die auch mit der Alaunerde eine bestimmte Verbindung eingehen kann und wahrscheinlich auch mit den fetten Körpern und dem Farbstoff.

Die Zeuge I und L, welche durch ein Kreidebad genommen wurden, ohne daß sie deßwegen mehr Kalk enthielten als A und B, die durch kein solches Bad kamen, beweisen, daß der in der Asche der gefärbten Zeuge enthaltene Kalk dem Gewebe nicht mechanisch anhing53), |289| sondern vielmehr mit der Alaunerde und dem Farbstoff verbunden war.

Wenn man mit Eisenoxyd gebeizte Zeuge in kalkhaltigem Krapp färbt, so verbindet sich ebenfalls Kalk mit dem Mordant und Farbstoff.

Ich will bei dieser Gelegenheit auf die Bemerkungen antworten, welche Hr. Robiquet in Bezug auf meine frühere Abhandlung über den Krapp niederschrieb54). Obgleich sich meine Behauptungen alle auf Versuche gründen, welche die Praxis bestätigt, so scheut sich Hr. Robiquet doch nicht, dieselben zu verwerfen, ohne auch nur einen einzigen meiner Versuche wiederholt zu haben.

Zuerst befaßt er sich mit der Frage über den Anbau des Krapps und sagt über meine Folgerungen hinsichtlich dieses Gegenstandes, „daß sie unter der industriellen Classe derjenigen Departements, welche hauptsächlich dem Anbau und der Verarbeitung des Krapps ihren Wohlstand verdanken, eine große Bestürzung hervorbringen könnten.“ Nun frage ich aber, wie Untersuchungen, wodurch bloß der chemische Unterschied der verschiedenen Krappsorten ausgemittelt werden soll, dem landwirthschaftlichen und industriellen Interesse eines Landes so nachtheilig seyn können, wenn sie nur die von Hausmann vor vierzig Jahren beobachteten und bekannt gemachten Thatsachen einiger Maßen aufklären, durch welche leztere sich schon die Möglichkeit voraussehen ließ, den Anbau dieser wichtigen Wurzel zu vergrößern oder wenigstens zu verbessern, was durch unsere Versuche bestätigt wird.

Wir begreifen ferner nicht, welcher Verlust für Frankreich daraus hervorginge, wenn der Krapp mehr angebaut würde und wenn z.B. die Champagne ihr ausgedehntes kalkhaltiges Erdreich, welches gegenwärtig zum Theil noch unangebaut ist, benuzen würde, um dem Handel ein so gesuchtes und so nothwendiges landwirthschaftliches Product zu liefern, welches schon öfters in Folge ungünstigen Witterung oder durch den Speculationsgeist auf den doppelten Preis stieg55).

|290|

Hr. Kuhlmann äußerte sich in einer seiner lezten Abhandlungen56) folgender Maßen: „Man sieht mit Bedauern, daß zahlreiche Untersuchungen, welche über die Färbematerialien angestellt wurden, zwar schäzbare Resultate über einige dieser Substanzen lieferten, aber bis jezt nur wenige Abänderungen in den Färbeoperationen hervorriefen und daß die Ergebnisse dieser Untersuchungen bloß als merkwürdige Thatsachen in den Lehrbüchern der Chemie aufgeführt sind, während ihr Einfluß auf die praktischen Verfahrungsarten nur noch sehr gering war.“

Hr. Robiquet antwortet auf diese Bemerkung des Hrn. Kuhlmann, daß das Schiksal dieser Verbesserungen ganz und gar von dem guten Willen der Fabrikanten abhängt und kann sich nicht enthalten zu erwähnen, daß man z.B. in dem Krapp durchaus nicht die Existenz des Alizarins und Purpurins annehmen wollte, welche Substanzen er mit Hrn. Colin entdekte. Er fügt später noch bei, daß man in Folge dieses Conflicts in der Kenntniß der Krappwurzel eher zurük- als vorschritt.

Wir wollen nun für einen Augenblik Hrn. Robiquet zugeben, daß er mit Recht den Fabrikanten im Allgemeinen solche Vorwürfe macht, und eben so vertrauensvoll die Existenz des Purpurins und Alizarins im Krapp annehmen; dann wollen wir kraft einer der Eigenschaften, welche diese Substanzen besizen müssen, den Einfluß des Kalks, der Kreide und des kalkhaltigen Wassers, welche in seinem Laboratorium jedes Färben unmöglich machten, als Täuschung betrachten.

Als Fabrikanten, die begierig sind Entdekungen zu prüfen, welche unseren Industriezweig vervollkommnen können, wollen wir von denjenigen eine Anwendung wachen, welche man Hrn. Robiquet's Arbeiten verdankt, und dieser Gelehrte wird dann zuerst uns zugeben, daß weder sein Purpurin noch sein Alizarin den Krapp ersezen können; die erstere dieser Substanzen liefert uns ganz andere Resultate als der Krapp, denn selbst bei einem Zusaz von Kreide gibt sie keine haltbaren Farben; und was das Alizarin betrifft, so macht es seine Bereitungsart unmöglich, dasselbe im Großen anzuwenden. Es bleiben uns also bloß noch die schwefelsaure Kohle und die Krappblumen des Hrn. Robiquet übrig, die wir, mit der Vorsicht bloß reines Wasser zu gebrauchen, nun anwenden wollen.

Die Farben werden, wie sie aus dem Färbebad kommen, sehr satt und der weiße Grund wird wenig eingeschlagen seyn; wenn wir aber diese Farben aviviren, werden wir finden, daß sie die gebräuchliche |291| Avivirmethode nicht vertragen und daß bei dieser Operation die Farben zum Theil verschwinden. Man braucht nun zwar dem Farbebade bloß ein wenig Kreide zuzusezen, um sehr solide Farben zu erhalten: dabei geht aber sehr viel Farbstoff verloren.

Hr. Lagier, Robiquet's Associé, will neuerdings ihr Extract – das Resultat achtjähriger Versuche – in den Handel bringen, und zwar bloß zum Färben von Türkischroth mit schwachen Avivagen, indem die Farbe den gewöhnlichen Avivirpassagen nicht widerstehen wurde. Dasselbe Product, welches nach ihrem eigenen Geständniß nicht zum Färben von Weißböden angewandt werden kann, weil die damit erhaltenen Farben die Avivagen nicht aushalten, gibt hingegen mit einem Zusaz von Kreide schöne solide Farben.

Wenn Hrn. Robiquet's Entdekungen von den Fabrikanten hätten benuzt werden können, so wäre seine im Jahre 1832 mit so vielem Pomp angekündigte Alizarinfabrik57) auch nicht mehr auf bloßes Probiren beschränkt.

Hr. Robiquet sagt in seiner Kritik ferner: „Je mehr man sich der Reinheit des Farbstoffs nähert, desto schwieriger wird es, mit gewöhnlichem Wasser zu färben, und weit entfernt, Kreide zum Färben anwenden zu müssen, muß man im Gegentheil kalkhaltiges Wasser immer mehr vermeiden, so zwar, daß man mit dein Alizarin selbst nur in vollkommen reinem Wasser färben kann!“

Unsere Versuche haben jedoch in keiner Hinsicht die Eigenschaften, welche dieser Chemiker dem Farbstoff des Krapps zuschreiben möchte, bestätigt. Wir haben schon gesagt, daß das Extract, oder die Krappblume der HH. Lagier und Robiquet nur bei einem Zusaz von Kreide solide Farben liefert. Dasselbe ist der Fall bei dem Krappextract des Hrn. Persoz, welches nach einem zum Ausziehen aller Farbmaterialien anwendbaren Verfahren erhalten wird.

Das Extract von Elsasser-Krapp, wovon Hr. Ritzinger in Barr der Industriegesellschaft ein Muster eingeschikt hatte, gab zwanzig Mal mehr Farbstoff ab, als sein gleiches Gewicht Krapp und die Farbe war nach dem Aviviren trüb; mit seinem gleichen Gewicht kohlensauren Kalks versezt, war es hingegen fünfzig Mal ergiebiger, als Krapppulver, und lieferte dann eben so schöne und solide Farben wie der beste Avignon-Krapp.

Das Purpurin bietet beim Färben gar keine Schwierigkeiten dar, wenn man es mit seinem gleichen Gewicht Kreide versezt; die Farben widerstehen aber den Avivagen deßwegen doch nicht besser.

Wenn man das sublimirte Alizarin, welches nach Hrn. Robiquet |292| den Farbstoff des Krapps in seinem reinsten Zustande darstellt, mit seinem gleichen Gewicht Kreide versezt, so erhält man eine Farbe, die ein wenig dunkler oder ein wenig besser ist, als ohne diesen Zusaz. Indessen müssen wir hier zur Steuer der Wahrheit sagen, daß wir mit Alizarin und destillirtem Wasser wirklich Muster färbten, deren Farben eben so solid wie die von Avignon-Krapp waren: wir müssen aber auch bemerken, daß dieses Alizarin ohne Vergleich weniger ergiebig war. als einige andere Krappproducte, wie z.B. das Krappextract Dandrillon's, welches man mit Essigsäure erhält; lezteres färbt beinahe doppelt so stark als Alizarin. Diese Thatsache, nebst einigen anderen, worauf wir bei einer anderen Gelegenheit zurük kommen wollen, macht es etwas zweifelhaft, ob das Alizarin und Purpurin wirklich nähere Bestandtheile des Krapps sind.

Die Frage, ob das Alizarin und Purpurin in der That Bestandtheile des Krapps sind, interessirt uns für diesen Augenblik nicht; für Fabrikanten ist die Hauptsache, auf praktische Resultate zu kommen, und die Erfahrung lehrt, daß man mit Elsasser-Krapp bei Anwendung von destillirtem Wasser Farben erhält, die wenig oder gar nicht solid sind, während man mit der gleichen Menge dieses Krapps, wenn man dem destillirten Wasser noch Kreide zusezt, Farben erzielt, die nichts zu wünschen übrig lassen. Die Quantität Kreide, welche man dem Elsasser-Krapp zusezen muß, um ihm die Eigenschaften des Avignon-Krapps zu ertheilen, ist viel größer als die ursprünglich in lezterem enthaltene. Darüber darf man sich aber nicht wundern, weil die Umstände nicht dieselben sind; die gesiebte Kreide ist nicht in so fein zertheiltem Zustande, wie die im Krapp enthaltene, und kommt auch nicht in so innige Berührung mit demselben. Ueberdieß habe ich in meiner ersten Abhandlung gezeigt, daß die freie Säure des Elsasser-Krapps eine gewisse Menge Kreide neutralisirt, welche daher auch nichts mehr zur Befestigung des Farbstoffs beiträgt.

Um die Wirkung der Kreide beim Färben zu erklären, sagt Hr. Robiquet, daß wenn man mit Elsasser-Krapp ohne Kreide färbt, die freie Säure nicht gesättigt wird und sich daher bloß das Purpurin mit dem Mordant verbinden kann, das Alizarin aber in dem Färbebade zurük bleibt, indem nach diesem Gelehrten bloß das erstere in sauren Flüssigkeiten auflöslich ist. Er fügt bei, daß das Gegentheil mit Avignon-Krapp Statt findet, welcher schon Kreide enthält, und eben so mit Elsasser-Krapp, dessen Säure man durch Kreide neutralisirt hat und dessen aufgelöstes Alizarin sich gänzlich mit dem Mordant verbinden wird.

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Um diese Behauptung zu prüfen, nahmen wir gleiche Gewichte Elsasser- und Avignon-Krapp zum Färben gleicher Flächen gebeizten Zeuges in destillirtem Wasser. Nach dem Färben behandelten wir die beiden Rükstände mit Alkohol, bis dieser nichts mehr daraus auflöste, um das Alizarin auszuziehen, welches der Elsasser-Krapp noch enthalten mußte, und um zu sehen, ob im Avignon-Krapp keines zurük blieb. Wir erhielten von beiden Krapparten ein gleiches Gewicht Extracte, welche unter den von Hrn. Robiquet angegebenen Umständen erhizt, uns keine Spur von Alizarin lieferten.

Bei dieser neuen Theorie zeigt sich auch ein auffallender Widerspruch unter den Eigenschaften, welche Hr. Robiquet seinem Alizarin zuschreibt. Gegenwärtig behauptet er, daß die freie Säure des Elsasser-Krapps die Auflösung des Alizarins in dem Wasser, welches man zum Färben anwendet, verhindern muß, während er doch im Jahre 1827 dieses Alizarin aus der ersten mit Wasser bereiteten Infusion des Elsasser-Krapps58) erhielt.

Wir fragen dann, warum man, wenn Elsasser- und Avignon-Krapp geradezu mit Alkohol von 25° Cartier erschöpft, die Infusionen zum Theil abgedampft und dann mit destillirtem Wasser verdünnt werden, Flüssigkeiten erhält, die beim Färben gebeizter Zeuge nur trübe Farben von geringer Haltbarkeit liefern, wobei sich noch dazu ein sehr geringer Unterschied zwischen diesen beiden Krapparten zeigt. Hier widersezte sich doch nichts der Auflösung des Alizarins!

Ferner zeigt sich kein Unterschied in der Intensität der mit Elsasser-Krapp gefärbten Farben, man mag ihn mit Kreide versezt haben oder nicht, während doch nach der Theorie des Hrn. Robiquet dieser Zusaz sowohl die Auflösung und Befestigung des Alizarins als die des Purpurins gestattet, so daß man durch die Vereinigung dieser beiden Körper mit dem Mordant dunklere Farben erhalten müßte, als wenn sich bloß das Purpurin mit dem Zeuge verbindet.

Behandelt man endlich den Avignon-Krapp, welcher an und für sich solid färbt, mit einer Säure, so entzieht ihm diese die Kreide, nebst den in der Kälte auflöslichen Substanzen, vielleicht auch ein wenig Purpurin, weil es in den Säuren sich auflösen sollte; das Alizarin muß aber vollständig mit der Pflanzenfaser zurük bleiben. Nenn man jedoch den so erschöpften Krapp sorgfältig auswascht und nachdem das Aussüßwasser ganz neutral ist, mittelst destillirten Wassers färbt, so erhält man Farben, die das Aviviren nicht vertragen, während man im Gegentheil, wenn dem so behandelten Krapp |294| die ihm entzogene Kreide wieder zugesezt wird, und selbst in schwachem Ueberschuß, vollkommen solide und schöne Farben erhält.

Jener Theorie des Hrn. Robiquet stellen wir auch noch unsere im Eingange dieser Abhandlung erwähnten Versuche entgegen, nach welchen die nüzliche Wirkung der Kreide darin besteht, daß sich auf dem Zeuge eine Verbindung von Kalk mit Alaunerde und Farbstoff bildet.59)

Hr. Robiquet sagt, daß sich seine Theorie über das Krappfärben auf genaue Versuche gründet, die er in Gegenwart mehrerer Mitglieder der Akademie anstellte; wenn er uns aber nur die freie Säure, welche die Kreide neutralisirt, oder die Substanz, die diese Säure während des Färbens entwikelt, kennen gelehrt hätte.

Man muß sich wirklich wundern, daß die verschiedenen Tatsachen, welche ich in meiner ersten Abhandlung (S. 212, Bd. LII.) angab, Hrn. Robiquet nicht überzeugen konnten, daß die Eigenschaft des kohlensauren Kalks, die Farben solid zu machen, nicht die Folge der Neutralisation einer Säure seyn kann.

Nun werde ich Hrn. Robiquet wohl auch fragen dürfen, warum der reine Kalk, der neutrale phosphorsaure Kalk, die kohlensaure Bittererde, das Bleioxydhydrat, Zinkoxyd, Manganoxydul etc., den Farbstoff des Krapps eben so gut wie die Kreide solid machen, und warum andere Oxyde und Salze, welche nicht weniger kräftige Salzbasen sind, diese Eigenschaft nicht besizen? Unter leztere gehören äzendes und kohlensaures Kali und Natron, kohlensaurer Baryt, Alaunerdehydrat, Kupferoxydhydrat, Nikel- und Wismuthoxyd etc.

Andererseits müßte nach Robiquet's Theorie Elsasser-Krapp, welcher mit reinem Wasser ausgewaschen wurde, das ihm seine freie Säure mit allen auflöslichen Bestandtheilen entzieht, beim Färben sein Alizarin an den Mordant eben so gut abgeben, wie Avignon-Krapp; man erhält mit solchem ausgewaschenem Elsasser-Krapp aber auch nur flüchtige Farben, während er bei einem Zusaz von Kreide, die nun doch keine freie Säure mehr vorfindet, die solidesten und nach dem Aviviren lebhaftesten Farben liefert. (Man vergl. S. 196 meiner ersten Abhandlung.)

Wenn Hr. Robiquet meine Abhandlung aufmerksamer gelesen hätte, so würde er nicht gesagt haben, „daß nach meinen Versuchen |295| die Kreide sehr schwierig durch reinen Kalk, kohlensaures Kali und Natron etc. zu ersezen ist.“ Ich habe im Gegentheil gesagt, daß kohlensaures Kali und Natron nicht die Eigenschaft haben, die Kreide zu ersezen, während Aezkali in geeignetem Verhältnisse sie gut ersezt. Daß der reine Kalk mit Vorsicht angewandt werden muß, kann man zum Theil seinem kleinen Atomgewichte und seiner auflösenden Wirkung auf die Alaunerde zuschreiben, wenn er im Verhältnisse zu dieser Basis in einem gewissen Ueberschuß vorhanden ist. Sezt man von ihm nur so viel zu, als zur Neutralisation der freien Säure des Krapps erforderlich ist, so erhält man keine solide Farbe, und wendet man hingegen einen geringen Ueberschuß an, so löst er die mit dem Zeuge verbundene Alaunerde auf und verhindert das Färben.

Hr. Robiquet sagt ferner: „bei einigem Nachdenken sieht man leicht ein, warum die Kreide, in Ueberschuß angewandt, nicht schädlich wirken kann, indem sie unauflöslich ist.“ Er hätte aber aus dem S. 212 meiner Abhandlung angegebenen Versuche schließen können, daß dieses Salz ein wenig auflöslich ist. Ich hatte überdieß gezeigt, daß klares Kalkwasser, obgleich es als auflöslicher Körper wirkt, die Kreide ersezt, während der ganz unauflösliche kohlensaure Baryt, oder das auflösliche kohlensaure Kali die Farben nicht haltbarer machen. Man kann folglich eine mehr oder weniger nachtheilige Wirkung dieser Substanzen weder ihrer Unauflöslichkeit noch ihrer Auflöslichkeit zuschreiben.

Der Säure des Elsasser-Krapps schreibt Hr. Robiquet auch die Eigenschaft zu, während des Färbens die auf dem Zeuge befestigten Mordants aufzulösen; dieß ist für uns eine ganz neue Thatsache, welche wir nie, weder in den Fabriken, noch bei unseren zahlreichen Versuchen über den Krapp zu beobachten Gelegenheit hatten.

Wir wären sehr geneigt, Hrn. Robiquet zuzugeben, daß nur das Purpurin schöne Krapplake erzeugen kann und daß der Elsasser-Krapp wegen der großen Menge, die er von diesem Farbstoff enthält, zur Lakbereitung dem Avignon-Krapp vorzuziehen ist, welcher leztere nach jenem Chemiker viel Alizarin enthält und nur schlechte Lake liefert; endlich auch, daß die Solidität dieser Lake nur dem Oehl zuzuschreiben ist, welches man zum Mahlen anwendet; wenn nicht ausgezeichnete Fabrikanten, wie die HH. Schweighäuser in Straßburg und J. Zuber in Rixheim, welche täglich Producte dieser Art bereiten, die nichts zu wünschen übrig lassen, behaupten würden, daß sie mit beiden Krapparten auf dieselbe Art und in derselben Quantität schöne Lake erhalten, die in beiden Fällen sehr solid sind, ohne daß man ihnen die geringste Spur Oehl zusezt, das zu ihrer Haltbarkeit gar nichts beiträgt.

|296|

Hr. Robiquet fragt, ob es wirklich wahr seyn sollte, daß ein guter Elsasser-Krapp bei einem geeigneten Zusaz von Kreide dieselben Resultate liefert, wie der beste Avignon-Krapp? Dieser Chemiker hätte, ehe er eine solche Frage aufwarf, sich aber wohl einmal die Mühe nehmen können, einen eben so einfachen als leichten Versuch zu wiederholen; er würde dann gefunden haben, daß beide Krapp arten die lebhaftesten Farben liefern, ohne daß sich ein Unterschied wahrnehmen läßt. Wir müssen ihm überdieß bemerken, daß man sich noch vor fünfundzwanzig Jahren im Departement des Oberrheins fast ausschließlich des Elsasser-Krapps bediente, und daß er damals – Dank sey Hausmann's Entdekung – eben so schöne und solide Farben lieferte, als man später mit Avignon-Krapp erhielt. Daß man den Elsasser-Krapp großen Theils aufgab, ist hauptsächlich dem Unterschiede des Preises zuzuschreiben; der Elsasser-Krapp ist in der Regel theurer, indem er bei weitem nicht so häufig angebaut wird; und dann wird ein großer Theil Elsasser-Krapp auch für gewisse Indiennen-Artikel verbraucht, wobei der kalkhaltige Avignon-Krapp nicht dieselben Resultate geben würde.

Hr. Robiquet will endlich auch noch dem Bittererdesalze, welches der Kalk enthalten muß, einen ungünstigen Einfluß zuschreiben, welcher durch den Zusaz von Kreide vernichtet werden muß. Ich kann ihm in dieser Hinsicht nur dieselben Thatsachen entgegenstellen, die ich gegen Bartholdi's Theorie anführte und die ihm entgangen zu seyn scheinen. Unsere Krappe enthalten nur Spuren von Bittererde, und überdieß habe ich auch Avignon-Krapp mit dem zwölften Theile seines Gewichtes schwefelsaurer Bittererde versezt, und dessen ungeachtet eben so intensive und solide Farben erhalten, wie ohne Anwendung dieses Salzes. Ich habe endlich in meiner ersten Abhandlung angegeben, daß die kohlensaure Bittererde sogar die Kreide zu ersezen vermag, indem sie mit Elsasser-Krapp eben so schöne Farben liefert. Ein Bittererdegehalt des Krapps kann also keineswegs so nachtheilig seyn, wie Hr. Robiquet glaubt.

Ich erinnere zum Schlusse auch noch an eine in meiner ersten Abhandlung angegebene Beobachtung: daß man nämlich mit Elsasser-Krapp ohne Zusaz von Kreide auch kein solides Türkischroth färben kann, und daß folglich die Meinung Robiquet's, daß nämlich das Oehl das Purpurin befestigt, ungegründet ist, denn nur die Kreide macht, wie beim gewöhnlichen Färben, so auch beim Krappen des Türkischroths, den Farbstoff solid.

|283|

Polytechnisches Journal Band LII. S. 193.

|285|

Ich muß hier Hrn. Julian in Avignon und Hrn. Schweighäuser in Straßburg meinen Dank abstatten, weil sie durch ihre Kenntnisse in der Krappfabrikation, durch ihre Wahrheitsliebe und außerordentliche Gefälligkeit, mich bei diesen Versuchen, so wie bei den in meiner vorhergehenden Abhandlung mitgetheilten, sehr unterstüzt haben. Der Gefälligkeit des Hrn. Julian verdanke ich diese verschiedenen Krapparten, so wie das Erdreich der verschiedenen Districte von Avignon, welches ich für meine Abhandlung von 1833 einer Analyse unterzogen habe.

A. d. O.

|286|

Mit 4 Pfund Wasser, 1 Pfund Alaun und 1 Pfund essigsaurem Blei bereitet.

A. d. O.

|288|

Die Kreide hängt den Zeugen so stark an, daß ich einen Augenblik an der Richtigkeit meiner Beobachtung, daß nämlich der Kalk mit Alaunerde und Farbstoff eine Verbindung eingeht, zu zweifeln veranlaßt wurde; denn ein Stük weißen Baumwollenzeugs, welches wie I und L mit Kreidewasser behandelt, dann |289| durch mechanische Mittel gut gereinigt und einige Zeit in destillirtes Wasser eingeweicht worden war, aber nicht durch mit Essigsäure geschärftes Wasser genommen wurde, lieferte eine Asche, die fast eben so viel Kalk enthielt, als die mit Zusaz von Kreide im Krapp gefärbten Muster.

A. d. O.

|289|

Polytechnisches Journal Bd. LV. S. 136.

|289|

In Folge meiner Untersuchungen hat die landwirthschaftliche Gesellschaft des Dept. de l'Aube so eben in ihrem Bulletin No. 53 eine Einladung an alle Oekonomen dieses Departements ergehen lassen, den Anbau der Krappwurzeln darin einzuführen. Sie hat zugleich drei ihrer Mitglieder beauftragt, in diesem Jahre die ersten Versuche mit dem Anbau in kalkhaltigem Boden anzustellen.

A. d. O.

|290|

Polytechnisches Journal Bd. LII. S. 137.

|291|

Polytechn. Journal Bd. XLVI. S. 123.

|293|

Polytechn. Journal Bd. XXIV. S. 530.

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Wir haben S. 292 einen Versuch angeführt, wonach man mit Alizarin selbst ohne Beihülfe von Kreide solid färben kann, daher dieses Salz zur Erzielung solider Farben nicht immer unumgänglich nöthig ist. Deßwegen ist es aber nicht weniger wahr, daß beim Färben mit Kreide die Kalkerde mit dem gefärbten Lak eine Verbindung eingeht und gerade dadurch solide Farben erzeugt. – Um eine genügende Erklärung dieser Thatsachen zu erhalten, haben wir bereits eine neue Reihe von Versuchen begonnen.

A. d. O.

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