Titel: Ueber die Anwendung der sogenannten Verdrängungsmethode.
Autor: Guilliermond,
Fundstelle: 1835, Band 58, Nr. XLVIII . (S. 298–313)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj058/ar058048

XLVIII. Ueber die Anwendung der sogenannten Verdrängungsmethode bei pharmaceutischen Zubereitungen; von Hrn. Guilliermond.

Aus der Thesis des Hrn. Guilliermond im Journal de Pharmacie. Julius 1835, S. 349.

Die sogenannte Verdrängungsmethode ist schon vielfach in gewissen Industriezweigen angewandt worden, um die auflöslichen Bestandtheile einer Substanz mit der möglichst geringen Menge des Auflösungsmittels zu extrahiren. Dieses Verfahren gründet sich auf eine Erscheinung, die zwar nicht allgemein, aber doch für viele Fälle gültig ist und häufig beobachtet werden kann, daß nämlich eine |299| Flüssigkeit, die mit den auflöslichen Theilen eines Pulvers imprägnirt ist, in welchem sie sich vertheilt befindet, dieses Pulver verläßt, wenn man eine neue Flüssigkeit auf dasselbe wirken läßt. Das Auslaugen, das Deken des Zukers, Real's Filtrirpresse,60) Dumont's Filter,61) Dubelloy's Kaffeemaschine sind die bekanntesten Anwendungen dieser Erscheinung; schon Vauquelin überzeugte sich, als er abwechselnd süßes und salziges Wasser durch Sand laufen ließ, daß die Flüssigkeiten einander gegenseitig verdrängen. Später führten die HH. Robiquet und Boutron dieses Verfahren in der organischen Chemie ein; sie brachten nämlich weißes Senfmehl, aus welchem der größere Theil des fetten Oehls ausgepreßt worden war, in eine dike und lange Röhre, welche an einem Ende dünn ausgezogen, am anderen mit einem Stöpsel von Krystallglas verschlossen war, füllten dieselbe vollends mit Aether und schlossen sie dann zu; die Einrichtung war so getroffen, daß der Aether nur sehr langsam abfließen konnte; diese Flüssigkeit wirkte auf das Oehl wie ein, Kolben und trieb dasselbe so zu sagen vor sich her, so daß das zuerst Abfließende fast reines Oehl war, welches kaum nach Aether roch. In der neuesten Zeit haben die HH. Boullay über diese Erscheinung eine Abhandlung bekannt gemacht, worin sie dieselbe zum Gegenstand einer sowohl theoretischen als praktischen Untersuchung machten. Diese Chemiker stellten darin aber zwei Behauptungen auf, welche uns sehr |300| unwahrscheinlich vorkamen, nämlich 1) daß der hohe Druk, welcher die Basis des Real'schen Systems ausmacht, ganz unnüz ist und 2) daß die Flüssigkeiten einander gegenseitig genau verdrängen.62)

Dieß veranlaßte mich diesen Gegenstand neuerdings aufzunehmen; die Versuche, welche ich unter der Aufsicht des Hrn. Soubeiran in der Centralapotheke in Paris anstellte, sind in zwei große Reihen getheilt: 1) Behandlung der Substanzen mit Wasser und 2) Behandlung mit Alkohol. Bei jeder dieser Reihe wandte ich dreierlei Verfahrungsarten an:

1) Das Einweichen oder die Cadet'sche Methode; das Pulver wurde nämlich mit seinem doppelten Gewicht Wasser befeuchtet, nach zwölfstündigem Aufweichen unter die Presse gebracht und die erhaltene Flüssigkeit durch ein gleiches Gewicht Wasser ersezt.

2) Die Methode mit ununterbrochener Verdrängung.

3) Das Einweichen und die Verdrängungsmethode; das Pulver wurde nämlich nach vorläufigem Einweichen nach der Verdrängungsmethode behandelt.

Alle Versuche wurden mit der größten Sorgfalt angestellt. Man wandte immer destillirtes Wasser an. Alle Substanzen waren grob gepulvert, durch dasselbe Sieb geschlagen und das Pulver noch unter sich gemengt worden. Es wurde dann genau nach der Anzahl der Behandlungen, denen man es unterziehen wollte, abgetheilt. Ich bediente mich gläserner Trichter, in welchen das Pulver durch ein wenig Stroh und eine Schichte Baumwolle auf einer gewissen Höhe erhalten wurde; es wurde nach seiner Beschaffenheit mehr oder weniger gehäuft; dann bedekte man es mit einem Stük Filtrirpapier, welches durchlöchert war und durch Glasstäbchen festgehalten wurde.

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Erste Reihe.

Behandlung mit Wasser.

Erster Versuch. Ratanhia.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 185 Gramm Gramm. Gramm.
Wasser 370 – 1 Flüssigk. 100 gab 8 Extract
Nach dem Auspressen hielt das Pulver 2 – 100 8 –
100 Gramm Wasser zurük und ich 3 – 100 5 –
bekam daraus 270 Gramm Flüssigk. 4 – 100 2 –
5 – 100 2 –
Gramm. Gramm. 6 – 100 3 –
1 Flüssigk. 270 gab 13 Extr. 7 – 100 2 –
2 – 270 8 – 8 – 100 1 –
3 – 270 4 – 9 – 400 4
Summa 810 25 Summa 1200 35

Die Verdrängungsmethode lieferte also mehr Product, nämlich 35 Gramm Extract gegen 25. Sie war auch in Bezug auf die anzuwendende Wassermenge vortheilhafter. Bei dem Einweichen brauchte man 270 Gramm Wasser, um 15 Gramm Extract zu erhalten; bei der Verdrängungsmethode erhielt man hingegen 16 Gr. Extract, während man nur 200 Gramm Wasser anwandte. Um 25 Gramm Extract zu erhalten, brauchte man also bei der Methode des Einweichens 810 Gramm Wasser, während man mit nur 500 Gramm Wasser bei der Verdrängungsmethode ein gleiches Resultat erhielt. Die Flüssigkeit, welche man beim Einweichen gewann, war überdieß trüb roth, während bei der Verdrängungsmethode im Gegentheil eine glänzend rothe erhalten wurde.

Diese Operation, mit einer neuen Quantität derselben Wurzel wiederholt, gab ein analoges Resultat.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 160 Gramm. Pulver 160 Gramm.
Wasser 320 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 74 Gramm Wasser 1 Flüssigk. 452 gab 22,25 Extract.
zurük. 2 – 400 5,5 –
Gramm. Gramm. 3 – 450 2 –
1 Flüssigk. 246 gab 15 Extr. Summa 1302 29,75
2 – 246 4,5 –
3 – 246 2,5 –
Summa 738 22
|302|

Zweiter Versuch. Geduldwurzel.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 200 Gramm Pulver 200 Gramm.
Wasser 400 – Gramm. Gramm.
Das pulver hielt 115 Gramm Flüssigkeit 1 Flüssigk. 100 gab 9 Extr.
zurük. 2 – 100 8 –
Gramm. Gramm. 3 – 100 8 –
1 Flüssigk. 285 gab 30 Extr. 4 – 100 8 –
2 – 285 10 – 5 – 100 7 –
3 – 285 3 – 6 – 100 5 –
Summa 855 43 7 – 100 4 –
8 – 100 3 –
9 – 100 1 –
Summa 900 53

Auch in diesem Falle gab offenbar die Verdrängungsmethode vortheilhaftere Resultate. Wir erhielten nämlich bei derselben mit 500 Gramm Wasser 40 Gramm Extract, während bei dem Einweichen nur mit 570 Gramm dasselbe Resultat erhalten wurde. Mit 900 Gramm Wasser erhielt man endlich bei der Verdrängungsmethode 53 Gramm Extract, während man bei dem Einweichen mit 855 Gramm Wasser nur 43 Gramm Extract erhielt.

Dritter Versuch. Seifenkraut.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 270 Gramm Pulver 270 Gramm.
Wasser 540 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 100 Gramm Wasser 1 Flüssigk. 100 gab 24 Extr.
zurük 2 – 100 22 –
Gramm. Gramm. 3 – 100 20 –
1 Flüssigk. 440 gab 60 Extr. 4 – 100 10 –
2 – 440 13 – 5 – 100 4 –
3 – 440 7 – 6 – 100 4 –
4 – 440 2 – 7 – 100 7 –
Summa 1760 82 8 – 100 4 –
9 – 100 4 –
10 – 100 4 –
Summa 1000 103

Hier war ebenfalls der Vortheil auf Seite der Verdrängungsmethode: mit 400 Gramm Wasser erhielt ich 86 Gramm Extract; 440 Gramm Wasser lieferten aber bei dem Einweichen nur 60 Gr. Extract. Bei der Verdrängungsmethode erhielt man im Ganzen 103 Gramm; durch Einweichen hingegen nur 82 Gramm. Ich bemerke noch, daß das Wasser nur sehr schwer durch das Pulver drang, welches sich um den dritten Theil seines Volumens aufblähte und daß das Ablaufen sehr lange dauerte.

|303|

Vierter Versuch. Süßholzwurzel.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 330 Gramm. Pulver 330 Gramm.
Wasser 660 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 140 Gramm Wasser 1 Flüssigk. 100 gab 11 Extr.
zurük 2 – 100 13 –
Gramm. Gramm. 3 – 100 13 –
1 Flüssigk. 520 gab 38 Extr. 4 – 100 14 –
2 – 520 18 – 5 – 100 14 –
3 – 520 3 – 6 – 100 9 –
Summa 1560 59 7 – 100 9 –
8 – 100 5 –
9 – 100 3 –
10 – 100 3 –
11 – 100 3 –
12 – 100 1 –
Summa 1200 98

Die Verdrängungsmethode war vortheilhafter: mit 500 Gramm Wasser erhielt ich 61 Gramm Extract; bei dem Einweichen gaben 520 Gramm Flüssigkeit nur 38 Gramm Extract. 1200 Gramm Wasser lieferten bei der Verdrängungsmethode 98 Gramm Extract; mit 1560 Gramm Wasser erhielt man hingegen beim Einweichen nur 59. Das Wasser filtrirte anfangs sehr schnell durch das Pulver hindurch; nach und nach blähte sich dasselbe aber auf und die Operation konnte sehr genau von Statten gehen. Ich brauchte nur 4 Stunden, um das Pulver mittelst der Verdrängungsmethode vollständig zu erschöpfen, während bei dem Einweichen zwei Tage dazu nöthig waren.

Fünfter Versuch. Sennesblätter.

Nachdem ich die Sennesblätter gepulvert und durch dasselbe Sieb wie die vorhergehenden Substanzen geschlagen hatte, wollte ich sie nach der Verdrängungsmethode behandeln. Anfangs ließ das Pulver die Flüssigkeit sehr schnell durchlaufen, und die erste Flüssigkeit enthielt auch sehr wenig aufgelöst; bald aber blähte es sich um die Hälfte seines Volumens auf, indem in allen seinen Theilen eine klebrige Substanz austrat, und nachdem ich noch 200 Gramm einer sehr concentrirten Flüssigkeit erhalten hatte, kam die Operation ganz ins Stoken.

Ich nahm nun eine neue Quantität Sennesblätter, begnügte mich dieses Mal sie zu mahlen und brachte sie in den Verdrängungsapparat. Nachdem das Wasser über das Pulver gegossen war, lief es bis zum Ende sehr rasch ab; die klebrige Substanz hatte nicht Zeit sich zu entwikeln und die Substanz wurde in weniger als zwei Stunden erschöpft. Folgendes, waren die Resultate:

|304|
Einweichung. Verdrängung.
Pulver 170 Gramm. Pulver 170 Gramm.
Wasser 340 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt zwei Drittel des Wassers 1 Flüssigk. 100 gab 3 Extr.
zurük 2 – 100 3 –
Gramm. Gramm. 3 – 400 13 –
1 Flüssigk. 112 gab 8 Extr. 4 – 400 11 –
2 – 188 13 – 5 – 200 3 –
3 – 225 7 – Summa 1200 33
Summa 525 28

Bei der Verdrängungsmethode erhielt man dieses Mal bloß mehr Product.

Sechster Versuch. Klettenwurzel.

Bei der Klettenwurzel war die Verdrängungsmethode nicht anwendbar. Nachdem 200 Gramm Flüssigkeit abgelaufen waren, kam die Operation gänzlich ins Stoken. Folgendes waren hiebei die Resultate:

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 200 Gramm. Pulver 200 Gramm.
Wasser 400 Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 125 Gramm Wasser 1 Flüssigk. 100 gab 13 Extr.
zurük 2 – 100 15 –
Gramm. Gramm.
1 Flüssigk. 275 gab 46 Extr.
2 – 275 16 –
3 – 275 6 –
Summa 825 68

Siebenter Versuch. Seifenwurzel.

Diese Operation ging bei der Verdrängungsmethode nicht besser von Statten, als die vorhergehende.

Achter Versuch. Enzian.

Der Enzian eignete sich für die Verdrängungsmethode nicht viel besser als die vorhergehenden Substanzen. Die Flüssigkeit lief zwar ab, aber nur in langen Zwischenräumen, und nach vier Tagen hatte ich kaum 700 Gramm Flüssigkeit, die nur 20 Gramm Extract gaben. Die lezten Flüssigkeiten liefen schneller ab; die Masse hatte sich nämlich zusammengezogen und es waren darin mehrere Risse entstanden, durch welche die Flüssigkeit sehr leicht drang; sie hatte aber nur wenig aufgelöst, denn 108 Gramm Wasser enthielten nur 2 Gramm Extract.

Mit 300 Gramm Pulver erhielt man bei der Methode des Einweichens 82 Gramm Extract, indem man 1425 Gramm Wasser anwandte.

|305|

Wir wollen nun zur dritten Verfahrungsart übergehen, welche darin besteht, das Pulver weichen zu lassen, ehe man es in den Trichter gießt und ihre Resultate mit den vorher erhaltenen vergleichen. Ich wandte hiebei dieselben Pulver an, wovon ich einen Theil zu diesen Versuchen zurük behalten hatte.

Erster Versuch. Süßholzwurzel.

Pulver, 330 Gramm.

Ich weichte es vier und zwanzig Stunden lang in ein Kilogramm Nasser ein, welches ich dann in einen Trichter goß; es liefen daraus 400 Gramm Wasser ab, worauf ich es nach der Verdrängungsmethode weiter behandelte.

1 Flüssigkeit 400 Gramm gab 21 Gramm Extract.
2 – 100 – 9 –
3 – 100 – 9 –
4 – 100 – 8 –
5 – 100 – 8 –
6 – 100 – 7 –
7 – 100 – 6 –
8 – 100 – 4 –
9 – 100 – 3 –
10 – 100 – 2 –
11 – 100 – 2 –
––––– ––––
Summa 1400 79

Die Gesammtmenge des Extracts war also nicht so beträchtlich wie bei dem unausgesezten Verdrängen, aber größer als bei dem bloßen Einweichen. Wir erhielten nämlich:

Durch Verdrängen. Durch Einweichen und Verdrängen. Durch Einweichen.
97 Gramm Extr. 79 59

Die Wasserquantitäten, welche angewandt wurden, um diese Extracte zu erhalten, stehen so ziemlich in demselben Verhältnisse.

Beim Verdrängen. Beim Einweichen und Verdrängen. Beim Einweichen.
1200 Gramm Wasser. 1400 2120

Zweiter Versuch. Seifenkraut.

Pulver, 270 Gramm.

Ich versezte das Pulver mit 1200 Gramm Wasser und ließ es vier und zwanzig Stunden lang weichen, worauf ich es in den Apparat brachte; es liefen daraus 400 Gramm Flüssigkeit ab.

1 Flüssigkeit 400 Gramm gab 39 Gramm Extract.
2 – 100 – 8 –
3 – 100 – 8 –
4 – 100 – 8 –
5 – 100 – 7 –
6 – 100 – 8 –
7 – 100 – 7 –
|306|
Transport 1000 85
––––– ––––
8 Flüssigkeit 100 Gramm gab 6 Gramm Extract.
9 – 100 – 7 –
10 – 100 – 5 –
11 – 100 – 3 –
12 – 200 – 2 –
––––– ––––
Summa 1600 108

Wir erhielten also:

Extract durch Verdrängen. Einweichen und Verdrängen. Einweichen.
120 Gramm. 108 Gramm. 82 Gramm.
Wasser 1100 1600 1760

Diese Resultate stimmen mit den vorhergehenden überein. Es verdient hier bemerkt zu werden, daß die Substanzen, wobei die Verdrängungsmethode nicht anwendbar war, auch keine besseren Resultate gaben, als man sie zuvor noch einweichte.

Ich habe auch mit Sassaparillwurzel Versuche angestellt, da sie mir aber ganz verschiedene Resultate lieferte, glaubte ich von derselben besonders sprechen zu müssen. Drei Mal behandelte ich dieselbe Substanz und drei Mal erhielt ich ziemlich gleiche Resultate.

Erster Versuch. Sassaparillwurzel.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 120 Gramm. Pulver 120 Gramm.
Wasser 240 – Gramm.
Das Pulver hielt 60 Gramm Wasser 1 Flüssigkeit 100 gab 4 Gramm.
zurük 2 – 100 4 –
Gramm. Gramm. 3 – 3 –
1 Flüssigk. 180 gab 14 Extract. 4 – 3 –
2 – 180 4 – 5 – 2 –
3 – 180 2 – 6 – 1 –
Summa 540 20 Summa 60 17

Einweichung und Verdrängung.

Das Pulver verschlukte 600 Gramm Wasser und ließ davon 233 ablaufen.

1 Flüssigkeit 233 Gramm gab 10 Gramm Extract.
2 – 100 – 4 –
3 – 100 – 2 –
4 – 100 – 2 –
5 – 100 – 1 –
–––– ––––
Summa 633 19

Wir erhielten also:

Durch Verdrängung. Einweichen und Verdrängung. Einweichung.
Extract 17; Extract 19; Extract 20;
Wasser 600; Wasser 633; Wasser 540;
|307|

Zweiter Versuch. Sassaparillwurzel.

Ich bediente mich bei diesem Versuche des Apparates der HH. Boullay; da die Flüssigkeit sehr rasch ablief, mußte ich eine große Menge Wasser anwenden. Das Wasser hatte sich ohne Zweifel mehrere Wege eröffnet, denn es lief regelmäßig in zwei Fäden ab, wovon der eine viel und der andere fast gar nichts aufgelöst enthielt. Dieser Uebelstand wurde meiner Meinung nach dadurch verursacht, daß die Scheibe am oberen Theil des Kegels angebracht war; bei einem anderen Versuche beseitigte ich sie und ersezte sie durch eine kleinere, die beiläufig in der Mitte des Kegels angebracht wurde, worauf die Operation viel regelmäßiger von Statten ging.

Einweichung. Verdrängung.
Pulver 300 Gramm. Pulver 300 Gramm.
Wasser 600 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 200 Gramm Wasser 1 Flüssigk. 250 gab 6 Extract
zurük. 2 – 300 6 –
1 Flüssigk. 400 gab 35 Extr. 3 – 300 6 –
2 – 400 16 – 4 – 300 9 –
3 – 400 7 – 5 – 300 6 –
Summa 1200 58 6 – 300 6 –
7 – 300 6 –
8 – 900 9 –
Summa 2950 54

Einweichung und Verdrängung.

1 Flüssigkeit 430 Gramm gab 17 Gramm Extract.
2 – 400 – 15 –
3 – 300 – 10 –
4 – 300 – 8 –
5 – 100 – 2 –
–––– –––
Summa 1530 52

Wir erhielten also:

Bei der Verdrängungsmethode. Beim Einweichen u. Verdrängen. Beim Einweichen.
Extract 54 Gramm; 52 Gramm; 58 Gramm;
Wasser 2950; 1530; 1200.

Dritter Versuch. Sassaparillwurzel.

Einweichen. Verdrängung.
Wasser 600, Extract 29. Wasser 1601, Extract 33 Gram.
Einweichen und Verdrängung.
Wasser 1022, Extract 31.

Die Flüssigkeiten, welche man beim Einweichen erhielt, wurden filtrirt, was einigen Verlust veranlassen konnte. Jedenfalls sind die Abweichungen bei diesen Operationen aber nicht merklich.

|308|

Zweite Reihe.

Behandlung mit Alkohol.

Erster Versuch. Digitalis.

Einweichen. Verdrängung.
Pulver 250 Gramm. Pulver 250 Gramm.
Alkohol 500 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 100 Gramm Alkohol 1 Flüssigk. 200 gab 30 Extract.
zurük. 2 – 200 20 –
Gramm. Gramm. 3 – 200 12 –
1 Flüssigk. 400 gab 48 Extract. 4 – 200 4 –
2 – 400 20 – 5 – 200 4 –
3 – 400 10 – 6 – 200 4 –
Summa 1200 Alkohol 78 Extr. 7 – 200 3 –
Summa 1400 Alkohol 77 Extr.

Einweichen und Verdrängung.

1 Flüssigkeit 350 Gramm gab 28 Gramm Extract.
2 – 350 – 24 –
3 – 300 – 12 –
4 – 300 – 12 –
5 – 300 – 4 –
––––– ––––
Summa 1700 Alkohol. 80 Extract.

Wir erhielten also an Extract:

Beim Einweichen. Beim Einweichen und Verdrängen. Beim Verdrängen.
78 Gramm Extr. 80 Gramm. 77 Gramm

und brauchten an Alkohol:

Beim Einweichen. Beim Einweichen und Verdrängen. Beim Verdrängen.
1200 Alkohol. 1700. 1400.

Zweiter Versuch. Süßholzwurzel.

Einweichen. Verdrängung.
Pulver 140 Gramm. Pulver 140 Gramm.
Alkohol 280 – Gramm. Gramm.
Das Pulver hielt 50 Gramm Alkohol 1 Flüssigk. 200 gab 24 Extract.
zurük. 2 – 200 8 –
Gramm. Gramm. 3 – 200 5 –
1 Flüssigk. 240 gab 25 Extract. Summa 600 Alkohol 37 Extr.
2 – 240 10 –
3 – 240 2 –
Summa 720 Alkohol 37 Extr.

Einweichen und Verdrängung.

1 Flüssigkeit 180 Gramm gab 13 Gramm Extract.
2 – 300 – 22,5 –
3 – 200 – 3 –
–––– –––
Summa 680 Alkohol. 38,5 Extr.
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Wir erhielten also:

Beim Einweichen. Beim Einweichen und Verdrängen. Beim Einweichen.
37 Gramm Extr. 38,5 Extr. 37 Gramm.
720 Alkohol. 680. 600.

Dritter Versuch. Ratanhia.

Einweichen und Verdrängung. Verdrängung.
Pulver 130 Gramm. Pulver 130 Gramm.
Erhaltenes Extract 58 – Erhaltenes Extract 59 –
Angewandter Alkohol 1150 – Angewandter Alkohol 1950 –

Hier findet ein sehr geringer Unterschied zwischen den Producten Statt.

Vierter Versuch. Schierling.

Einweichen und Verdrängung. Verdrängung.
Pulver 500 Gramm. Pulver 500 Gramm.
Erhaltenes Extract 56 – Erhaltenes Extract 83 –
Angewandter Alkohol 2650 – Angewandter Alkohol 2700 –

Bei diesem Versuche gab die Verdrängungsmethode ein bei weitem vortheilhafteres Resultat. Um wich hievon vollends zu überzeugen wiederholte ich die Operation und erhielt als Resultat:

Einweichen und Verdrängung. Verdrängung.
Pulver 300 Gramm. Pulver 500 Gramm.
Erhaltenes Extract 49 – Erhaltenes Extract 65 –
Angewandter Alkohol 3000 – Angewandter Alkohol 3070 –

Bei der Behandlung des Schierlings nach der Verdrängungsmethode war also ein vorläufiges Einweichen durchaus nachteilig.

In anderen Fällen ist es, wo nicht nachthellig, wenigstens ganz unnüz.

Aus den angegebenen Resultaten ersieht man leicht die Vortheile und Nachtheile der Verdrängungsmethode.

Es ist klar, daß in allen Fällen, wo sich dieses Verfahren leicht anwenden läßt, es hinsichtlich der Qualität der Producte, der Ersparung an Flüssigkeit und der Einfachheit der Manipulation einen unbestreitbaren Vortheil darbietet.

Mit Ausnahme einer einzigen Substanz erhielt ich in allen Fällen, wo ich Wasser anwandte, mittelst der Verdrängungsmethode mehr Extract, als durch das Einweichen. Wahrscheinlich gibt es aber auch noch andere Substanzen, die sich eben so wie die Sassaparillwurzel verhalten. Mit Alkohol erhielt ich hingegen andere Resultate; nur der Schierling lieferte mir bei zwei Versuchen mehr Extract bei der Verdrängungsmethode, als nach vorläufigem Einweichen, während ich in allen anderen Fällen davon eine gleiche |310| Menge erhielt; ein vorläufiges Einweichen war hier unnüz, meistens sogar schädlich.

Aus obigen Versuchen geht nun hervor:

1) daß die Verdrängungsmethode gleich vortheilhaft für alle Substanzen ist, die nur wenig schleimige Substanz enthalten und sich nicht viel aufblähen können, wenn man sie mit Wasser getränkt hat;

2) daß sie bei der Behandlung mit Alkohol noch größere Vortheile darbietet und zwar erstens, weil die organischen Substanzen durch Alkohol mehr angegriffen werden als durch Wasser, und zweitens, weil man bei diesem Verfahren weniger Alkohol verliert als bei jedem anderen;

3) endlich, daß vorläufiges Einweichen durchaus unnüz ist.

Es ergibt sich ferner daraus, daß die Verdrängungsmethode keineswegs für alle Substanzen anwendbar ist; einige lassen sich nur sehr schwer diesem Verfahren anpassen und andere gar nicht; so eignet es sich z.B. nicht zur Bereitung der wässerigen Extracte aus solchen Substanzen, welche die Eigenschaft haben, sich im Wasser aufzublähen; und die Anzahl dieser ist sehr beträchtlich.

Wir müssen ferner bemerken, daß wenn man auch bei Anwendung kleiner Quantitäten ein gutes Resultat erhält, es dessen ungeachtet mit Massen anders ausfallen kann. Die Operation wird in allen möglichen Fällen mehr oder weniger genau von Statten gehen, je nach der Feinheit des Pulvers und der Art wie man es gehäuft hat, wozu eine sehr große Geschiklichkeit gehört.

Wurde das Pulver zu sehr zusammengedrükt, so wird die Flüssigkeit sehr langsam hindurchgehen und im Sommer wird dieselbe auch in Gährung kommen können. War das Pulver ungenau gehäuft, so werden sich die Flüssigkeiten falsche Wege eröffnen, daher man mehr oder weniger gehaltreiche Flüssigkeiten erhalten wird. Sehr große Umständlichkeiten verursacht auch das Pulvern; denn abgesehen von dem Verlust, den es verursachen kann, ist es auch unmöglich sogleich den geeigneten Grad von Feinheit für jedes Pulver zu treffen.

Ich mußte mich nun durch directe Versuche überzeugen, wie weit man sich auf die Verdrängung der Flüssigkeiten durch einander verlassen kann oder vielmehr meine schon aufgestellte Behauptung beweisen, daß bei dem Ausweichen der organischen Substanzen keine genauere Verdrängung Statt finden kann, als wenn man Flüssigkeiten von verschiedener Natur durch einander verdrängen will, wobei man jedoch die Verdrängungen des Aethers durch Wasser ausnehmen muß.

Ich nahm dreißig Gramm Geduldwurzel-Extract und löste es in zweihundert und fünfzig Gramm Wasser aus, worauf ich es mit |311| Pulver imprägnirte, welches durch Wasser und Alkohol erschöpft war; es waren nun bei der Verdrängungsmethode sechshundert Gramm Wasser erforderlich, um die Substanz zu erschöpfen und zwar um bloß den größeren Theil des Extracts zu gewinnen. Dieser Versuch war besonders nöthig, um zu zeigen, daß bei der Behandlung der Vegetabilien nach der Methode des Ausweichens, die ungenaue Verdrängung nicht bloß daher rührt, daß die Pulver die auflöslichen Bestandtheile in ihren Zellen enthalten, indem sie sich in dem eben angeführten Falle außer denselben befanden. Dieser Versuch ist also entscheidend.

Wir wollen nun sehen, ob die Verdrängung der Flüssigkeiten durch einander sich auf eine genügendere Weise bewirken läßt.

Ich brachte ein Pulver, welches sowohl mit Wasser als mit Alkohol extrahirt war, in den Verdrängungsapparat und tränkte es mit der gehörigen Vorsicht mit Alkohol. Wenn man nun auf dasselbe eine Schichte Wasser gießt, so sollte dieses nach Boullay den Alkohol genau verdrängen und zwar ohne sich mit demselben zu vermischen. Wir wollen nun sehen was geschah:

Das Pulver wog sechshundert Gramm und verschlukte dreizehnhundert Gramm Alkohol. Lezteren verdrängte ich durch Wasser und sammelte die durchgehende Flüssigkeit in Gläsern auf, wovon jedes nur zweihundert Gramm faßte.

Der angewandte Alkohol zeigte 81 1/2° an Gay-Lussac's Centesimal-Alkoholometer. Das Glas, welches sich zuerst füllte, enthielt einen Alkohol, der 8 1/2° an Gay-Lussac's Aräometer zeigte, das zweite einen von 81 1/2°, das dritte Alkohol von 81, das vierte von 80, das fünfte von 72, das sechste von 53, das siebente von 40.

Ich erhielt also nur 400 Gramm Alkohol von demselben Grad.

Ich stellte nun einen anderen Versuch an, um zu sehen, ob mir die Verdrängung des Weins besser gelänge.

Ich nahm ein indifferentes Pulver und tränkte es mit Wein, wovon es 700 Gramm verschlukte.

Die ersten Portionen von Wein, welche abliefen, schienen eine Veränderung in ihrer Natur erlitten zu haben, ich fuhr aber fort Wein auszugießen, bis diese Wirkung erschöpft war und der Wein durch den unteren Theil des Apparates von derselben Beschaffenheit ablief, wie er auf die Oberfläche des Pulvers gegossen wurde; nachdem das Pulver so mit Wein gesättigt worden war, goß ich Wasser auf seine Oberfläche, um die weinige Flüssigkeit zu verdrängen.

Ich sammelte zuerst eine Quantität Flüssigkeit von gleichem Gewicht mit derjenigen, welche das Pulver verschlukt hatte; sie war aber viel weniger gefärbt als der Wein.

|312|

Das zweite Mal erhielt ich davon 200 Gramm, die noch weniger gefärbt waren, und so fort bis zur Erschöpfung. Dieser Versuch bewies mir also, daß das Wasser und der Wein sich vermischt hatten.

Um mich aber nicht auf so unsichere Reagentien, wie es das Gesicht und der Geschmak sind, zu verlassen, wiederholte ich den Versuch auf eine Art, welche die Thatsache außer Zweifel sezt.

Das indifferente Pulver, welches in den Apparat gebracht wurde, verschlukte 780 Gramm Wein.

Ich bestimmte zuerst die Quantität Alkohol, welche der Wein enthielt, mittelst Gay-Lussac's kleinem Destillirapparat. Ich maaß genau seinen Grad und fing die Operation erst an, als der nach der Verdrängung gesammelte Wein genau denselben Alkoholgehalt zeigte, wie vorher.

Der Wein lieferte einen Alkohol, welcher am Centesimal-Akoholometer 43 Grad zeigte.

Ich sammelte dann die Flüssigkeit in graduirten Glasern, wovon jedes 150 Gramm faßte, auf und behandelte den Inhalt jedes Glases in Gay-Lussac's Destillirapparat, wobei ich genau den aräometrischen Grad des Alkohols bemerkte, den der Inhalt jedes Glases bei der Destillation gab. So lieferte das erste Glas, welches 150 Gramm Wein enthielt, einen Alkohol, der 43° am Aräometer zeigte.

Das zweite 43
Das dritte 40
Das vierte 30
Das fünfte 20
Das sechste 15.

Ich glaube, daß dieser Versuch genügend ist und die Sache außer Zweifel sezt.

Aus allen diesen Versuchen folgere ich, daß es nüzlich ist die Verdrängungsmethode in allen den Fällen zur Bereitung der Extracte anzuwenden, wenn das Auflosungsmittel, dessen man sich bedient hat, später wieder abgeschieden werden muß und keinen medicinischen Zwek hat, denn dann kann man ohne Nachtheil durch Aufschütten von Wasser auf die Masse, den Alkohol austreiben, wenn solcher angewandt wurde. Wenn es sich aber darum handeln würde, eine Flüssigkeit durch eine andere zu verdrängen, um sie dann zu dieser oder jener Arzenei zu verwenden, z.B. zur Bereitung der Tincturen und der pharmaceutischen Weine, so liefe man Gefahr in diese Arzeneien eine mehr oder weniger große Quantität Wasser zu bringen, und dadurch deren Natur zu verändern.

|313|

Aus den Beobachtungen des Hrn. Baudrimont, welcher die Verdrängungsmethode zum Ausziehen des Runkelrübensaftes anzuwenden versuchte, und dabei fand, daß das Wasser sich beständig mit dem Zuker vermischt und zwar in desto größerem Verhältnisse, je geringer der Druk war, dürfte man ferner folgern, daß der hohe Druk bei der Real'schen Filtrirpresse zum Extrahiren der organischen Substanzen nicht unnüz ist.

|299|

Real's Filtrirpresse besteht bekanntlich im Wesentlichen aus einem länglichen Behältniß von Zinn, in welches man das zuvor mit Wasser benezte Pulver bringt, und aus einer vertikalen Röhre, die auf dieses Behältniß aufgeschraubt wird und eine schmale, aber lange Wassersäule zu fassen vermag. Die Flüssigkeit, womit die Röhre gefüllt ist, treibt diejenige, womit das Pulver benezt ist (welches daher mit Wasser keinen Teig bilden darf), aus und tritt an ihre Stelle, in Folge eines Druks, wie ihn eine Wassersäule auszuüben vermag, welche gleiche Höhe mit der Flüssigkeit in der Röhre und gleiche Basis mit dem Durchmesser des Behälters hat.

A. d. R.

|299|

Dumont's Filter, welches man im Polyt. Journale Bd. XXXV. S. 358 beschrieben findet, dient zur Entfärbung des Cassonadesyrups mittelst Kohle. Die hiezu angewandte Kohle enthält salzige Substanzen; man benezt sie zur Befreiung hievon im Apparate selbst mit einer gehörigen Quantität Wasser, mit dessen Zuguß man nicht eher aufhört, als bis es geschmaklos abläuft. Nun aber hält das Kohlenpulver noch Wasser zurük. Dieß wird seinerseits durch Syrup verdrängt, den man auf die Kohle gießt und der sich nicht mit dem Wasser vermischt. Man kann den Augenblik, wo alles Wasser ausgetrieben ist, daran wahrnehmen, daß plözlich eine süße Flüssigkeit an die Stelle einer ganz geschmaklosen tritt. Wenn die Wirksamkeit der Kohle erschöpft ist, muß man dieselbe erneuern, aber sie zuvor von dem Syrup befreien, womit sie geschwängert bleibt. Dieß erreicht man vollständig, indem man noch ein Mal Wasser auf die Kohle gießt. Der Syrup fließt nun durch den unteren Hahn ab, und zwar rein, so lange bis nach vollständiger Verdrängung desselben nun das Wasser nachfolgt. Wollte man die Kohle herausnehmen, um sie in einer Schüssel auszuwaschen, so würde man eine beträchtlich größere Wassermenge anwenden müssen, ohne doch den Zwek so vollständig zu erreichen.

A. d. N.

|300|

Die HH. Boullay behaupten nämlich, daß die Resultate der Real'schen Presse ganz und gar nicht von dem hohen Druk der Wassersäule abhängen und daß man sie eben so gut dadurch erreichen kann, daß man bloß ein solches Gewicht Wasser über das Pulver bringt, als nöthig ist, die Flüssigkeit womit dasselbe genezt ist, vollständig zu verdrängen, mit Einem Worte ein Gewicht Wasser, welches dem des zu verdrängenden Wassers gleichkommt. Wenn man auf Einmal, doch vorsichtig, auf die Oberfläche des befeuchteten Pulvers ein Volumen Wasser gleich dem vom Pulver zurük gehaltenen bringt, so würde dasselbe nach der Meinung dieser Chemiker die mit den auflöslichen Theilen gesättigte Flüssigkeit eben so und in demselben Zustande vor sich her treiben, als in der Real'schen Presse, und an ihre Stelle treten, ohne sich damit zu vermischen. Sie empfehlen daher als Recipienten zur Aufnahme des Pulvers bloß einen gläsernen oder zinnernen Trichter anzuwenden; unter demselben kann man einen Hahn anbringen, welcher die Producte zu fractioniren gestattet; wenn dieser Hahn mit dem Recipienten durch eine enge Glasröhre verbunden ist, so kann er dazu dienen, zwei nicht mit einander mischbare Flüssigkeiten zu trennen, die man durch einander verdrängt hat. (Journale de Pharmacie. Junius 1833, S. 281. Erdmann's Journ. für techn. Chemie, 1833, Nr. 9, S. 96.

A. d. R.

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