Titel: Noch ein Urtheil über Davy's Sicherheitslampe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 58, Nr. LXVII ./Miszelle 12 (S. 430)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj058/mi058067_12

Noch ein Urtheil über Davy's Sicherheitslampe.

Die in den englischen Steinkohlengruben so häufig sich ereignenden fürchterlichen Explosionen, denen man durch die Davy'sche Sicherheitslampe gesteuert glaubte, veranlassen in den englischen Zeitschriften verschiedene Einwendungen gegen diese Vorrichtung, auf die man sich zu sehr verlassen zu haben scheint. Wir entnehmen in dieser Hinsicht aus dem Mechanics' Magazine folgende Notiz: „Sir Humphry gründete die Unfehlbarkeit seiner Lampe darauf, daß ein Drahtcylinder oder ein Gehäuse aus Draht, womit man den Docht umgibt, aus kleinen Röhren oder Maschen besteht, durch welche die Flamme nicht hindurch zu dringen vermag. In wiefern aber kleine Maschen oder Röhren diesen Zwek unter verschiedenen Umständen wirklich erfüllen, braucht nicht untersucht zu werden, wenn es erwiesen ist, und jederzeit bewiesen werden kann, daß das Metall, welches die Röhren bildet, wenn es nur einige Minuten lang der Einwirkung eines höchst entzündbaren Gasgemenges, wie z.B. dem sogenannten Feuerdampfe der Steinkohlengruben, ausgesezt wird, zu einer brennenden Masse wird, die die Flamme vom Inneren der Lampe nach Außen fortpflanzt. Hierin liegt der Grundfehler eines Instruments, welches man zum Nachtheile unseres Zeitalters noch immer für eines der schönsten Denkmäler seines Erfinders und für ein vollkommenes Schuzmittel der Grubenarbeiter hält.“

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