Titel: Cooper's und Eckstein's Instrument zum Bleistiftschneiden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 58, Nr. LXVII ./Miszelle 17 (S. 432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj058/mi058067_17

Cooper's und Eckstein's Instrument zum Bleistiftschneiden.

Die HH. Robert Burton Cooper Esq. von Battersea-fields, und George Freder. Eckstein, Eisenhändler von Holborn, Middlesex, erhielten am 12. Oktober 1835 bekanntlich ein Patent auf ein neues Instrument zum Spizen der Bleistifte und anderen Zweken. Dem London Journal vom September l. J. gemäß besteht nun diese Erfindung darin, daß zwei Feilen oder andere rauhe Oberflächen unter einem solchen Winkel gegen einander gestellt werden, daß dadurch, wie es die Patentträger nennen, eine concave Längenfeile (concave longitudinal file) gebildet wird, die dann zum Spizen von Graphit- oder Schieferstiften, von Stielen für Haarpinsel, von Federhältern, dieselben mögen aus Elfenbein, Perlmutter, Ebenholz, Cedernholz oder irgend einem anderen harten Holze bestehen, benuzt werden können. Das Instrument kann entweder für sich allein ein Ganzes bilden, oder es kann in irgend einem anderen Apparat oder Necessaire untergebracht werden. In ersterem Falle, welcher die einfachste und wohlfeilste Art einen derlei Apparat zu verfertigen vorstellt, werden die Feilen unter dem gehörigen Winkel gegen einander gestellt, und dann mit einem Kitte oder auf irgend andere Weise in einem Gehäuse aus Holz, Schildpat oder Metall befestigt. Nach einer anderen von den Patentträgern in Vorschlag gebrachten Methode kann man auch zwei Cylinder mit feilenartig gerauhten Oberflächen so in einem hölzernen oder anderen Gehäuse anbringen, daß sie sich um ihre Achsen drehen können. Diese Cylinder bilden dann, wenn sie mit einander in Berührung gebracht werden, einen Winkel, der dem Zweke, zu dem sie dienen sollen, entspricht. Man hat hiebei den Vortheil, daß die Cylinder, wenn sie an einer Stelle abgenüzt zu werden anfangen, nur umgedreht zu werden brauchen, um wieder eine neue Schärfe darzubieten. Will man sich des Instrumentes der Patentträger bedienen, so braucht man bloß den zu spizenden oder schärfenden Gegenstand zwischen den beiden Feilen sachte hin und her zu führen, und zwar auf solche Weise, daß dessen Spize in inniger Berührung mit den beiden reibenden Oberflächen steht. Es bedarf nur eines sehr geringen Drukes um zu bewirken, daß die Feilen sachte selbst das härteste Holz wegschaffen. Die Patentträger verfertigen ihre Feilen vorzugsweise aus Stahl, obschon sie sich übrigens nicht lediglich auf die Anwendung dieses Metalls beschränken.

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