Titel: Zinnoberfabrikation.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 58, Nr. LXVII ./Miszelle 19 (S. 433)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj058/mi058067_19

Zinnoberfabrikation.

Nach Döbereiner wird in einer bedeutenden chemischen Fabrik in Bayern der Zinnober so dargestellt, daß man metallisches Queksilber mit einer concentrirten Lösung des siebenten Schwefelkaliums (durch Zusammenschmelzen von gleichen Theilen kohlensaurem Kali und Schwefelpulver dargestellt) unter beständigem Reiben mit einer flachen Pistille so lange erwärmt, bis alles Queksilber in eine dunkelrothe pulverige Masse verwandelt ist, wozu bei 1 Pfund Queksilber nur etwa 1 1/2 Stunden Zeit nöthig ist. Der Zinnober wird nun von der überstehenden Flüssigkeit getrennt und mit einer kleinen Menge verdünnter Aezkalilauge bei + 35 – 40° R. so lange gerieben, bis er brennend roth erscheint. Die abgegossene Flüssigkeit enthält erstes Schwefelkalium und etwas Schwefelqueksilber in Auflösung, und kann nach vorgängiger Sättigung mit Schwefel, wobei das aufgelöste Queksilber ausgeschieden wird, von Neuem zur Zinnoberbereitung verwendet werden. (Döbereiner's neueste Erf. etc. S. 118.)

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