Titel: Kalkwasser angewendet, um das Föhren- und Tannenholz vor Moder zu schüzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1835, Band 58, Nr. LXXVI ./Miszelle 32 (S. 486)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj058/mi058076_32

Kalkwasser angewendet, um das Föhren- und Tannenholz vor Moder zu schüzen.

Ein Correspondent des Mechanics' Magazine schreibt, daß sich Hr. Stuart Monteith, Grund- und Waldbesizer im Dumfriesshire, von der Wirksamkeit des schon mehrmals empfohlenen Einweichens des Föhren- und Tannenholzes in Kalkwasser, um es gegen schnelles Verwesen zu schüzen, überzeugt habe. Er versichert, daß das schottische Föhrenholz, welches nur von kurzer Dauerhaftigkeit ist, auf diese Weise behandelt, eben so lang hält, als das norwegische; und daß diese Methode nicht nur wegen ihrer Wohlfeilheit, sondern auch wegen ihrer durchaus unschädlichen Einwirkung auf die Gesundheit, den Vorzug vor der Kyan'schen Schuzmethode mit Queksilbersublimat verdient. – Wir bemerken hiezu, daß neuerdings auch die Akademie der Wissenschaften in Paris die Kyan'sche Methode für unschädlich erklärt hat, wenn man die mit dem Queksilbersublimat behandelten Gegenstände vor dem Gebrauche noch mit einem eiweißhaltigen Wasser abwascht, um ja allen unzersezt gebliebenen Sublimat zu zersezen. Eine andere Methode das Holz vor Fäulniß zu schüzen, ist übrigens noch jene des Herrn Bréant, der mittelst eines eigenen Apparates das Holz in sehr kurzer Zeit durch und durch mit Oehl oder einer anderen Flüssigkeit tränkt. Die so zubereiteten Stüke, welche er im Jahre 1833 der Akademie in Paris vorlegte, versprechen wirklich lange Dauer.

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