Titel: Ueber Fabrikation glasirter Dachziegel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XXV./Miszelle 11 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059025_11

Ueber Fabrikation glasirter Dachziegel.

Das Journal des connaissances usuelles, November 1835, empfiehlt die häufigere Anwendung der glasirten Dachziegel, welche, obwohl bereits den Römern bekannt, und obschon sie eben so schön als dauerhaft sind, in neuerer Zeit dennoch beinahe in Vergessenheit geriethen. Nur in manchen Gegenden, wie z.B. in Dijon, hat sich deren Anwendung erhalten, und die mit solchen glasirten Ziegeln gedekten Häuser gewähren dem Auge einen sehr angenehmen Eindruk. Die Farbe der Ziegel läßt sich höchst mannigfach abändern. Hr. Landri, Töpfer zu Nuits, verkauft in dieser Hinsicht folgende Vorschriften, die mit jenen der Töpfer in Rheims ziemlich übereinstimmen. Zu einer braunen ins Dunkelblaue ziehenden Glasur soll man 10 Thl. Bleioxyd, 10 Thl. Quarzsand und 3 Thl. Braunsteinoxyd; zu einer grünen 10 Thl. Bleioxyd, 10 Thl. Quarzsand und 1 Thl. Kupferoxyd; zu einer gelben 10 Thl. Bleioxyd, 10 Thl. Quarzsand, und 4 Thl. grünen Eisenvitriol; und zu einer rothen 10 Thl. Bleioxyd und 10 Thl. Quarzsand nehmen. Alle diese Substanzen müssen durch ein Seidensieb gebeutelt und innig vermengt werden. Man bedient sich ihrer folgender Maßen. Ein Arbeiter bestreicht 2/3 des Dachziegels mit Mehlkleister, bestreut diesen Theil mit dem Glasurpulver, schlägt dann sachte auf den Ziegel, um das überschüssige Pulver abfallen zu machen, und brennt endlich die Ziegel, nachdem sie getroknet, auf die gewöhnliche Weise.

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