Titel: Ueber ein Papier und Pergament, auf welchem die Tinte nicht durch Säuren ausgelöscht werden kann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XXV./Miszelle 13 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059025_13

Ueber ein Papier und Pergament, auf welchem die Tinte nicht durch Säuren ausgelöscht werden kann.

Hr. d'Orsay gibt folgendes Verfahren an, wonach er ein Schreibpapier und ein Pergament bereitet, auf welchem die mit Tinte darauf geschriebenen Schriftzüge weder mit oxydirter Salzsäure, noch mit irgend einer anderen Säure ausgelöscht werden können. Wenn die Lumpen nach der gewöhnlichen Methode in Zeug verwandelt und in die Bütte gebracht worden, so soll man eine Unze eisenblausaures Kali in 20 Pfund lauen Wassers auflösen, und die Auflösung dann unter den Zeug mengen. Das ausgehobene und getroknete Papier wird hierauf wie gewöhnlich geleimt. Man muß sich wohl versichern, daß sowohl das laue Wasser, als das Wasser in der Bütte sehr rein sind, und besonders keine metallischen Substanzen enthalte, indem sonst die Farbe des Papiers Schaden leiden würde. – Nach einem anderen Verfahren soll man das auf die gewöhnliche Methode erzeugte und getroknete Papier vor dem Leimen in die obige Auflösung von blausaurem Kali einweichen, und hierauf erst, nachdem es abermals getroknet worden, wie gewöhnlich leimen. – Das Pergament wird zubereitet, indem man es in die Auflösung eintaucht, und wenn es gehörig damit getränkt worden, auf hölzernen Rahmen ausspannt. Nachdem es auf diesen Rahmen vollkommen getroknet, überzieht man es mit Gummiwasser, um es dann abermals troknen zu lassen, und endlich von den Rahmen abzunehmen. (Aus den Annales de la Société polytechnique, No. 16, S. 118.)

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