Titel: Ueber eine neue Bereitung von Grüzmehl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XXV./Miszelle 20 (S. 159–160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059025_20

Ueber eine neue Bereitung von Grüzmehl.

Hr. Raspail macht im Reformateur eine neue Methode Grüzmehl (farine de gruau) zu erzeugen bekannt, welche dem Bulletin de la Société d'encouragement, September, S. 470 gemäß in Folgendem besteht. Hr. Raspail ersezt den mit vielen Schwierigkeiten verbundenen Siebeproceß (sassage), den man bisher bei der Grüzmehlfabrikation befolgte, durch jenes Verfahren, nach welchem |160| die Perlgerste erzeugt wird, und welches darin besteht, daß man den Läufer so weit von dem Bodensteine entfernt, daß die Gerstenkörner nur entschält, aber nicht zerquetscht und gemahlen werden. Das Perlen geschieht mittelst eines steinernen oder hölzernen Mühlsteines von 18 Zoll im Durchmesser und mit einer Geschwindigkeit von 400 Umgangen in der Minute. Dieser Mühlstein ist mit einem blechernen, gleich einer Reibe durchbrochenen Mantel umgeben. Die Körner fallen beim Austritte aus dem Trichter durch den oberen Theil des Mantels auf die obere horizontale Fläche des Mühlsteines, und diese schleudert sie in Folge der Centrifugalkraft gegen den Umfang hin, wo sie zwischen die Wände des unbeweglichen Mantels und den kreisenden Mühlstein gelangen, um durch diese rasche Bewegung geperlt oder abgerundet zu werden. Wenn die Körner gehörig geperlt worden, bringt man sie endlich unter einen gewöhnlichen französischen oder englischen Mühlstein, und beutelt kalt.

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