Titel: Verbreitung der Anwendung der Sangpumpen zum Ventiliren von Bergwerken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XXV./Miszelle 5 (S. 153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059025_5

Verbreitung der Anwendung der Sangpumpen zum Ventiliren von Bergwerken.

Der Nuzen der Saugpumpen in Hinsicht auf die Ventilirung der Bergwerke ist, wie das Institut schreibt, so offenbar geworden, daß man in Kürze einer baldigen allgemeinen Anwendung derselben entgegensehen darf. Es ist dieß um so leichter möglich, als die hiezu dienlichen Apparate sehr einfach sind, und aus zwei großen hölzernen Cylindern mit einem Boden und beweglichen Kolben bestehen, die mit Ventilen versehen sind, und durch eine Dampfmaschine in Bewegung gesezt werden. Auf diese Weise wurde es möglich die Steinkohlengrube du Poirier bei Charleroi, die wegen der ungeheuren Menge Gas, die sich darin entwikelte, verlassen werden mußte, wieder aufzunehmen. Gegenwärtig ist die Lufterneuerung in dieser Grube so groß, daß sich die Arbeiter nur durch doppelte Kleidung gegen Kälte zu schüzen im Stande sind. Die Vortheile, die man von den Saugpumpen erwartete, beurkundeten sich hier auf eine auffallende Weise. In einem kleinen Durchschlagsstollen, in welchem die Luft nicht circulirte, entzündete sich das Wasserstoffgas, welches sich entwikelte. Bei gewöhnlicher Ventilirung würde sich die Detonation unaufhaltbar verbreitet haben; hier hingegen, wo das Gas schnell großen Theils durch die Pumpe weggeschafft ward, entstand nur an einem einzigen Orte eine leichte Detonation.

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