Titel: Frimot's Mittel, dem Erzittern der Dampfmaschinen vorzubeugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XXXVI./Miszelle 1 (S. 230–231)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059036_1

Frimot's Mittel, dem Erzittern der Dampfmaschinen vorzubeugen.

Die Hauptursache der Erzitterungen oder Schwingungen, in welchen sich sehr häufig gehende Dampfmaschinen befinden, ist theils die plözliche Wirkung des Dampfes, die eben so schnell aufgehoben wird, theils, die schnelle Aenderung der Bewegungsrichtung des Kolbens, oft verbunden mit einem Stoße; das lezte wird nun dadurch unschädlich gemacht, daß man die Geschwindigkeit des Kolbens durch unmerkbare Uebergänge vernichtet, bevor die Bewegungsrichtung umgesezt worden ist. Um dieß zu bewirken, hat Frimot am Dampfcylinder ein Rohr von einigen |231| Zoll Weite angebracht, welches mit Wasser gefüllt ist und mit einer Kugel in Verbindung steht, in welcher eine Luftmenge bis auf einen gewissen Grad zusammengedrükt ist. Sobald nun der Kolben am Ende seines Laufes anlangt, tritt das Rohr mit dem Dampfcylinder in Verbindung und das Wasser wird durch die sich ausdehnende Luft unter den Kolben gedrängt, lezterer drängt jedoch bei Fortsezung seines Laufes alles Wasser wieder in das Rohr hinein und verliert dabei seine ganze Geschwindigkeit, sobald er den vollen Lauf vollendet hat, in welchem Augenblik sich das Ventil des wieder ganz mit Wasser gefüllten Rohres schließt, um sich beim nächsten Kolbenniedergange wieder zu öffnen. Es hat dieses vorgeschlagene Mittel bereits die erwünschtesten Resultate an Maschinen von ziemlich großen Dimensionen gegeben. (Aus den Mém. de l'Acad. de St. Petersb. im polytechnischen Centralblatt.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: