Titel: Vorschriften zur Bereitung von Tinte zum Schreiben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1836, Band 59, Nr. XXXVI./Miszelle 11 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj059/mi059036_11

Vorschriften zur Bereitung von Tinte zum Schreiben.

Das Journal des connaissances usuelles gibt in seinem Decemberhefte folgende zwei Vorschriften zur Bereitung einer guten Tinte. – 1) Recept der Hunt'schen Tinte. Man mengt 8 Pfd. Galläpfel oder Kokelskörner, 4 Pfd.

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Campescheholz, 3 Pfd. arabischen Gummi, 4 Pfd. Eisenvitriol, 1 Pfd. Kupfervitriol, 1 Pfd. Candiszuker, 2 Unzen Salmiak, 16 Pinten destillirten Wassers und 1/2 Pinte Weingeist unter einander, läßt das Ganze 48 Stunden lang in der Wärme maceriren, und zieht dann, nachdem man es noch 10 Tage stehen ließ, die Flüssigkeit ab. – 2) Vorschrift eines Hrn. C. B. L. Man siedet 1/4 Kilogr. (1/8 Pfd.) sehr klein geschnittenes Campescheholz eine halbe Stunde lang mit 2 Liter Wasser und sezt nach viertelstündigem Sieden eine Unze arabischen Gummi zu, der in drei Eßlöffel voll Wasser aufgelöst worden ist, und eine Unze gepülverten römischen Alaun. Nachdem das Sieden noch eine Viertelstunde lang fortgesezt worden ist, seiht man das Ganze durch, und bringt es in ein Gefäß, auf dessen Boden man vorher ein linsengroßes, mit arabischem Gummi überzogenes Kügelchen Queksilberoxyd fallen ließ. Die Flüssigkeit dient, nachdem sie abgekühlt ist, als Tinte, welche durchaus nicht schimmelt, und auch die metallenen Schreibfedern nur wenig angreift. Die Tinte läßt sich ferner in dem Maaße, als sie verdunstet, sehr gut mit Wasser auffüllen.

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